
Seit dem Ende der Corona-Pandemie hat Österreich erschreckend an Boden verloren. Die Wirtschaft ist in den vergangenen dreieinhalb Jahren insgesamt um mehr als ein Prozent geschrumpft. Zugleich gibt es gut zehn Prozent mehr Arbeitslose. Die Staatsschulden sind um rund zwölf Prozent bzw. knapp 50 Milliarden Euro gestiegen. Die Folge ist ein spürbarer Wohlstandsverlust: Seit Jänner 2023 hat unser Geld rund 17 Prozent an Kaufkraft eingebüßt.
Statt mutiger Strukturreformen erleben wir Sparpakete. Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohlstand entstehen nicht in Ministerien, sondern in Unternehmen. Deshalb braucht Österreich optimale Bedingungen für Betriebe und Gründer. Ich selbst habe bereits an Arbeitsgruppen der Bundesregierung zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts teilgenommen. Die Vorschläge waren zahlreich – doch am Ende blieb alles beim Alten.
Österreich muss wieder echte Wettbewerbsvorteile schaffen, um Unternehmen ins Land zu locken. Die Schweiz zeigt es vor: Dort herrscht sogar Wettbewerb zwischen den Kantonen. Wirtschaftlich schwächere Regionen gewinnen durch niedrigere Steuern an Attraktivität. Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung und Inflation sind in Österreich mindestens doppelt so hoch wie in der Schweiz. Das BIP pro Kopf, die Löhne und die Mindestpension sind in der Schweiz mindestens doppelt hoch wie in Österreich. De facto ist die Lehre daraus einfach: Wer Unternehmen fördert, fördert Wohlstand. Wer sie behindert, verspielt ihn.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.