Der Bau des Semmering-Bahntunnels ist im Finale. Ende 2029 soll er in Betrieb gehen, das steht nun offiziell fest. Die ÖBB wollten sich lange nicht festlegen. Die Hintergründe des Rätselratens.
Der Semmeringbasistunnel, eine beinahe unendliche Geschichte. Die Vorplanungen für die Eisenbahnröhren zwischen der Steiermark und Niederösterreich reichen bis in das Jahr 1980 zurück. Immer wieder wurden Arbeiten gestoppt und wieder aufgenommen. Natürlich wurde auch das Datum der geplanten Fertigstellung mehrmals nach hinten verschoben.
War beim Baubeginn der beiden jeweils 27 Kilometer lange Röhren Mitte der 2010er-Jahre noch von 2026 die Rede, verschob sich das zunächst auf 2028. Doch auch dieser Zeitplan hielt nicht und wurde vor vier Jahren erneut angepasst. Und hier wird es interessant: Die „Krone“ berichtete damals, dass der Personenverkehr beim Fahrplanwechsel im Dezember 2029 starten soll. Ein Termin, der in der Folge auch bei Gesprächen mit der Projektleitung bestätigt wurde.
Immer wieder war von 2030 die Rede
In der offiziellen ÖBB-Kommunikation war aber stets von 2030 die Rede – so schuf man sich wohl einen Puffer, falls doch wieder etwas dazwischenkommt. Man hätte sich erspart, eine weitere Verschiebung rechtfertigen zu müssen. Noch im Vorjahr wollte sich ÖBB-Chef Andreas Matthä im „Krone“-Interview nicht dezidiert festlegen. Er nannte sogar als Möglichkeit, dass der Tunnel im Laufe des Jahres 2030 (also vor dem Fahrplanwechsel im Dezember) in Betrieb geht.
Nun scheint man sich aber sicher zu sein: Bei der ersten Durchfahrt mit Bussen am Dienstag wurde Dezember 2029 ganz offiziell genannt. Manche bezeichneten das daraufhin als Überraschung, für „Krone“-Leser war es das aber nicht.
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