Die Sonne brennt vom Himmel, die Luft steht still, jeder Schritt wird anstrengender. Was zunächst nach Kreislaufproblemen aussieht, kann schnell gefährlich werden: Ein Hitzschlag entwickelt sich oft schleichend und wird deshalb leicht unterschätzt. Wie Ersthelfer Betroffene unterstützen können, zeigen Samariterbund und Rotes Kreuz im neuen Teil der „Krone NÖ“-Serie „Helfen rettet Leben“.
Hohe Temperaturen und körperliche Belastung können den Organismus stark beanspruchen. Gelingt es dem Körper nicht mehr, überschüssige Wärme abzugeben, droht ein Hitzschlag. „Beim Joggen, Radfahren oder anderen Freizeitaktivitäten kann der Körper dann sehr schnell überhitzen und nicht mehr ausreichend abkühlen“, warnen die Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund).
Doch nicht nur Sportler müssen vorsichtig sein. Besonders gefährdet sind auch ältere Menschen, Kinder sowie generell Personen, die lange der Sonne ausgesetzt sind. „Fehlt dem Körper Flüssigkeit oder wird die Belastung zu groß, funktioniert die Temperaturregulation irgendwann nicht mehr richtig“, warnt Praska.
Rechtzeitig reagieren
Erste Warnzeichen sind starke Erschöpfung oder Schwindel. „Manche Menschen wirken verwirrt oder reagieren langsamer als sonst“, erklärt Radschopf. Auch rote, warme Haut, Kopfschmerzen und Übelkeit können Anzeichen sein. „Wird nicht rechtzeitig reagiert, kann daraus ein gefährlicher Hitzschlag werden“, so Praska.
Das Wichtigste nun: Die Person soll sofort aus der Hitze beziehungsweise der direkten Sonne gebracht werden. „Etwa an einen schattigen Ort oder in ein klimatisiertes Gebäude“, erklärt Radschopf. Beengende Kleidungsstücke sollten geöffnet und der Betroffene bei der Kühlung unterstützt werden. „Man kann zum Beispiel Taschentücher mit Wasser befeuchten und diese in den Nacken legen“, so Praska. Mit Kleidungsstücken kann zudem kühlender Luftzug erzeugt werden.
... dann ist der Rettungsdienst zu rufen
„Beobachte den Zustand der Person weiter und bleibe selbst ruhig“, betont Radschopf. Sollte sie plötzlich verwirrt wirken, langsamer reagieren oder gar bewusstlos werden, sollte umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.
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