„Helfen rettet Leben“

Pilze und Pflanzen als giftige Gefahrenquelle

Niederösterreich
27.04.2026 05:30

Gerade im Frühling wirkt die Natur wunderschön, aber sie ist nicht unbedingt ungefährlich. Bei Pflanzen und Pilzen gilt: Was man nicht kennt, sollte auch nicht gesammelt werden. Wie man im Fall von Vergiftungserscheinungen richtig handelt, erklären die Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund) in der Erste-Hilfe-Serie der „Krone NÖ“.

Notfälle können immer und überall passieren. Gerade im Frühling wirkt alles wunderschön und auf den ersten Blick harmlos. Für viele gehören Pflanzen, Blumen und Pilze dazu. Achtsamkeit und richtiges Handeln können aber entscheidend sein. Grundsätzlich sollten Pilze oder Pflanzen, die man nicht kennt, auch nicht gesammelt werden.

„Nicht alles, was wir im Frühling finden, ist auch wirklich harmlos. Hier ist Vorsicht geboten“, erklären die beiden Notfallsanitäter Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund) im neuesten Teil der Erste-Hilfe-Serie „Helfen rettet Leben“. 

Wenn nach dem Essen Vergiftungssymptome auftreten, sofort den Notruf wählen.
Wenn nach dem Essen Vergiftungssymptome auftreten, sofort den Notruf wählen.(Bild: Attila Molnar)
Selbstgesammelte Pilze und Pflanzen können Gefahren bergen.
Selbstgesammelte Pilze und Pflanzen können Gefahren bergen.(Bild: Attila Molnar)
Das Team vom Roten Kreuz und Samariterbund
Das Team vom Roten Kreuz und Samariterbund(Bild: Attila Molnar)

Verwechslungen sind leicht möglich
Giftstoffe können grundsätzlich auf unterschiedlichen Wegen in den Körper gelangen. Bei gesammelten Pilzen passiert dies etwa durch Schlucken über den Mund in den Magen-Darm-Trakt. Gefährlich wird es etwa bei Kindern, die alles in den Mund nehmen, oder bei Erwachsenen, die Maiglöckchen mit Bärlauch verwechseln. Verwechslungen sind aufgrund von Artenähnlichkeit leicht möglich. „Gerade, wenn man selbst unterwegs ist und Kräuter oder Pilze in der Natur sammelt, ist besondere Vorsicht geboten“, erklärt Praska. 

Beratung bei Vergiftungen

Die Vergiftungsinformationszentrale ist unter der Telefonnummer  +43 1 406 43 43 rund um die Uhr erreichbar. Die Informationsstelle dient zur Beratung von Ersthelfern und leitet diese auch an. Sie ersetzt aber nicht den Notruf 144. 

Sollte es etwa nach dem Essen zu Bauchweh, Übelkeit oder anderen Beschwerden kommen, heißt es zunächst ruhig zu bleiben und Hilfe zu holen. „Als Erstes gilt es herauszufinden, was gegessen wurde. Falls vorhanden, unbedingt die Reste der Pflanze oder des Pilzes aufheben“, halten die Notfallsanitäter fest. 

Doch wie handelt man im Fall der Fälle richtig?
Erbrechen, Schwindel, Bauchschmerzen, Durchfall oder Krampfanfälle können mögliche Symptome für eine Vergiftung sein. Wie schnell diese auftritt und mit welchen Beschwerden sie sich äußert – das hängt von der Art und Menge der zugeführten Substanz ab.

Sollte der Betroffene über genannte Anzeichen klagen, sollte umgehend der Notruf abgesetzt werden. Darauf achten, dass noch in der Mundhöhle befindliche Substanzen ausgespuckt werden. Danach die Person in Seitenlage bringen, um bei möglichem Erbrechen die Atemwege freizuhalten.

Im Zweifel den Notruf alarmieren
Prinzipiell gilt auch hier: Alles ist besser, als nichts zu tun! Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.

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