Erste-Hilfe-Tipps

Insektenstich! Wann sofort Notruf zu wählen ist

Niederösterreich
11.05.2026 04:23

Ein kurzer Schmerz, ein hektisches Wegwischen  – Insektenstiche gehören zu den häufigsten Beschwerden im Sommer und sind meist harmlos. Doch nicht immer bleibt es bei einer Schwellung oder leichtem Juckreiz. Gerade bei Stichen im Mund- und Halsbereich. Was dann für Betroffene und Ersthelfer zu tun ist, erklären die Experten von Rotem Kreuz und Samariterbund im neuesten Teil „Helfen rettet Leben.“

Bienen, Wespen und Hornissenstiche verursachen meist Schmerzen, Rötungen und Schwellungen, die nach kurzer Zeit wieder abklingen. Problematisch wird es jedoch, wenn starke allergische Reaktionen auftreten oder der Stich im Bereich der Atemwege liegt. „In solchen Fällen ist schnelles Handeln entscheidend“, betonen die beiden Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund). 

Gerade beim Trinken süßer Getränke ist Vorsicht geboten – sie ziehen Bienen und Co. „magisch“ ...
Gerade beim Trinken süßer Getränke ist Vorsicht geboten – sie ziehen Bienen und Co. „magisch“ an.(Bild: Attila Molnar)

Eine allergische Reaktion kann neben großflächigen Rötungen und Schwellungen auch einen Juckreiz am Körper und Erbrechen auslösen und bis zu Atemnot oder Kreislaufkollaps führen. Die betroffene Person sollte – sofern sie ansprechbar und die Atmung problemlos ist – flach hingelegt, ihre Beine hochgelagert sowie die Kleidung gelockert werden. „Ersthelfer wählen den Notruf und beruhigen die Person“, erklärt Radschopf. Weiß die Person von ihrer Allergie und besitzt ein Notfallmedikament, so wird er dabei unterstützt. 

Während viele Stiche bei Nicht-Allergikern harmlos sind, ist bei Stichen im Mund und Rachen große Vorsicht geboten. „Die starke Schwellung kann zu Atemnot führen, wodurch der Gestochene in Panik verfallen kann“, erklärt Praska. Auch hier ist rasch der Notruf zu wählen. Der Betroffene soll in diesem Fall aufrecht sitzen und zum ruhigen Atmen animiert werden. „Eine Kühlung von außen kann helfen“, so Radschopf. Dazu können kühle Getränkeflaschen oder ein kalter Umschlag verwendet werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln hilft.

Stachel herausziehen
Wird man gestochen, sollte der Stachel übrigens entfernt werden. Dabei aber sollte aber eine Pinzette verwendet werden – andernfalls riskiert man, durch Druck das restliche Gift in die Haut zu drücken. Ein kalter Umschlag kann die Schmerzen lindern, zudem helfen antiallergische Salben.

Die Experten von Samariterbund und Rotem Kreuz erklären in diesem Teil der Serie „Helfen rettet ...
Die Experten von Samariterbund und Rotem Kreuz erklären in diesem Teil der Serie „Helfen rettet Leben“, was bei Insektenstichen zu tun ist.(Bild: Attila Molnar)

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.

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