Liegt vor Badestrand

Könnte Touristen stören: „Timmy“ wird geborgen

Ausland
19.05.2026 19:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nun also doch: Der tote Wal „Timmy“ soll geborgen und untersucht werden. Behörden befürchten, dass der verwesende Kadaver vor der dänischen Insel Anholt Touristen belästigen könnte. Bisher hatte es geheißen, dass „Timmy“ vor Anholt liegen bleiben soll.

In der Geschichte des Buckelwals „Timmy“ gab es schon viele Wendungen, jetzt kommt die nächste. Der tote Meeressäuger soll doch nicht dem Lauf der Natur überlassen werden. Die dänischen Behörden wollen „Timmys“ Körper doch bergen und eine Autopsie ermöglichen, wie mehrere Medien berichten.

Das Problem ist, dass der tote Wal an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser liegt. Der verwesende Kadaver könnte dort Touristen und Einheimische stark belästigen, begründen die dänischen Umweltbehörden ihre Planänderung. Der tote Wal soll voraussichtlich in der kommenden Woche geborgen werden, bestätigt ein Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Karte zeigt die Stationen der Rettungsaktionen für den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee. Der Wal strandete am 28. März in der Wismarbucht in Deutschland, wurde per Lastkahn durch Dänemark transportiert und am 2. Mai vor der Insel Anholt freigelassen, Mitte Mai wurde das Tier tot aufgefunden. Quelle: APA.

Dänische Experten sollen „Timmy“ bergen
Für die Bergung und Untersuchung des Wals sind dänische Forschende und Tierärzte verantwortlich. Aktuell arbeite man noch an einer Lösung, „die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern“, erklärt Jane Hansen von der Umweltbehörde.

Wal-Kletterer: „Ist es heilig?“
Die dänische Behörde erinnert noch einmal daran, dass Schaulustige bis zur Bergung nicht zu nah an „Timmy“ herangehen sollen. Am Wochenende waren Badegäste auf den Kadaver geklettert und hatten Fotos gemacht. Gegenüber dem Sender RTL rechtfertigt sich jetzt ein Wal-Kletterer für die geschmacklose Aktion: „Es ist ein totes Tier. Ist es heilig? Nein, es ist ein totes Tier.“ Er und ein Begleiter seien extra zu dem Kadaver hingeschwommen, denn „zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Gelegenheit, auf einen Wal zu klettern“, erklärt er.

Genau vor solchem Verhalten warnen die Behörden allerdings eindringlich. Es besteht die Gefahr, dass der tote Walkörper explodieren könnte, das liegt an Gasen, die bei der Verwesung entstehen. Außerdem könnte der tote Meeressäuger Krankheiten in sich tragen, die auch auf den Menschen übertragbar sind.

War wochenlang in Ostsee
Der Meeressäuger „Timmy“ strandete seit März immer wieder auf Sandbänken in der Ostsee. Mehrmals konnte er sich aus seiner misslichen Lage befreien, strandete aber erneut. Schließlich lag „Timmy“ vor der Insel Poel. Von dort aus brachte ihn eine private Initiative mit einem Lastkahn in Richtung Nordsee und ließ ihn am 2. Mai frei. Danach gab es keine Spur von dem Buckelwal. Vergangene Woche wurde vor der dänischen Insel Anholt ein toter Wal entdeckt. Am Samstag bestätigten die Behörden, dass es sich dabei um „Timmy“ handelt. 

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