Die Bemühungen um ein Abkommen zum Ende des Kriegs im Iran waren zuletzt ins Stocken geraten. Nun hat US-Präsident Donald Trump dem Iran wieder mit Angriffen gedroht, falls sich die Länder nicht bald einigen könnten. Zuvor hatte Trump einen Vorschlag der Iraner als „dämlich“, bezeichnet.
Vor Reportern in Washington sagte Trump am Dienstag, die Regierung in Teheran bettele um einen Deal. Der US-Präsident setzte den Iranern jetzt ein äußerst schwammiges Ultimatum. Sollte man sich bis dahin in strittigen Fragen nicht einig sein, werde es wieder Angriffe geben, drohte er. Nur, wann das sein soll, sagte Trump nicht genau.
„Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas in der Art, vielleicht Anfang nächster Woche, ein überschaubarer Zeitraum – denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen“, erklärte der US-Präsident. Es ist nicht bekannt, dass der Iran bereits eine Atomwaffe besessen hat.
US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatten den Krieg Ende Februar begonnen, um die iranische Unterstützung für regionale Milizen einzudämmen, das Atomprogramm zu zerstören und Voraussetzungen für einen Sturz der Führung in Teheran zu schaffen.
Aktuell ist eine Waffenruhe vereinbart.
„Entweder siegen oder wir werden zu Märtyrern“
Bereits vor den Aussagen Trumps hatte sich Teheran bereit für eine militärische Eskalation gezeigt. „Iran ist geeint und entschlossen bereit, jeder militärischen Aggression entgegenzutreten“, ließ Irans Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi wissen. „Für uns hat Kapitulation keine Bedeutung. Entweder siegen wir oder werden zu Märtyrern.“
Militärschlag verschoben
Trump sagte am Dienstag, er sei am Montag nur eine Stunde von der Entscheidung über einen Militärschlag entfernt gewesen, bevor er diesen verschoben habe. In iranischen Staatsmedien hieß es am Dienstag, Teheran fordere für ein Friedensabkommen ein Ende der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanons, sowie den Abzug der US-Truppen aus den Gebieten in der Nähe des Iran.
„Dämlicher“ Vorschlag
Einen Vorschlag der Iraner hatte US-Präsident Donald Trump als „dämlich“ bezeichnet. Laut dem Wall Street Journal bot Teheran unter anderem eine schrittweise Öffnung der Straße von Hormuz an. Trump steht unter Druck, zu erreichen, dass der Iran die Straße von Hormuz wieder öffnet. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für die weltweite Versorgung mit Öl und anderen Rohstoffen und wird seit Wochen vom Iran blockiert.
Für den Iran ist zudem ein Ende der Kampfhandlungen, darunter auch der Offensive Israels im Libanon, Voraussetzung für weitere Verhandlungen. Die US-Regierung sagte zuletzt hingegen, die Offensive nur dann einzustellen, wenn es bestimmte Verhandlungsergebnisse gebe. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai haben die USA inzwischen Antworten auf den jüngsten Vorschlag übermittelt.
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