Trotz Hormuz-Öffnung

Trump: Neuer Vorschlag aus dem Iran ist „dämlich“

Außenpolitik
19.05.2026 17:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Bemühungen um ein Abkommen zum Ende des Kriegs im Iran waren zuletzt ins Stocken geraten. Nun hat die iranische Führung einen neuen Vorschlag übermittelt, den US-Präsident Donald Trump jedoch als „dämlich“ bezeichnet. Laut dem Wall Street Journal bot Teheran unter anderem eine schrittweise Öffnung der Straße von Hormuz an.

Diese ist für den globalen Öl- und Gashandel wichtig. Katar dränge darauf, die Meerenge „offenzuhalten und den Status quo dort nicht durch Maßnahmen zu verändern, die gegen internationales Recht verstoßen“, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majid al-Ansari, das vermittelt. Kritische Fragen zum Streitthema des iranischen Atomprogramms seien aber offen geblieben, heißt es im Bericht des Wall Street Journal.

Für den Iran ist zudem ein Ende der Kampfhandlungen, darunter auch der Offensive Israels im Libanon, Voraussetzung für weitere Verhandlungen. Die US-Regierung sagte zuletzt hingegen, die Offensive nur dann einzustellen, wenn es bestimmte Verhandlungsergebnisse gebe. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai haben die USA inzwischen Antworten auf den jüngsten Vorschlag übermittelt. Positiv dürften diese nicht sein, da Trump diesen öffentlich als „dämlich“ bezeichnete.

Gegenseitige Drohungen
Am Dienstag gingen die gegenseitigen Drohungen beider Kriegsparteien weiter. Die US-Streitkräfte sollten sich bereithalten, „jederzeit einen umfassenden, großangelegten Angriff auf den Iran auszuführen, falls keine akzeptable Einigung zustande kommt“, sagte Trump. Zuvor hatte er noch erklärt, die Golfstaaten Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten ihn darum gebeten, den US-Angriff aufzuschieben, der eigentlich für den heutigen Dienstag geplant gewesen sei. Mehrere Vertreterinnen und Vertreter der Golfstaaten erklärten, ihnen sei dieser angebliche Plan nicht bekannt.

Katar unterstütze gemeinsam mit anderen Ländern die Vermittlungsbemühungen Pakistans sowie die bestehende Waffenruhe und setze auf diplomatische Lösungen, hieß es. Bei einer weiteren Eskalation seien die Bevölkerungen die Hauptleidtragenden. Teheran drohte den USA im Falle einer Wiederaufnahme der Angriffe mit „neuen Fronten“.

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