Ein russisches Kriegsschiff liegt seit dem Wochenende vor der deutschen Küste in der Ostsee. Offenbar dient der Einsatz dem Schutz von Moskaus Schattenflotte. Die NATO reagierte bereits ...
Wie die „Kieler Nachrichten“ melden, befindet sich der U-Boot-Zerstörer Severomorsk zwischen Fehmarn und der Lübecker Bucht. Den Angaben zufolge lief das Schiff bereits Anfang der vergangenen Woche aus dem russischen Ostseehafen Baltijsk aus. Seit dem Wochenende operiert der Zerstörer vor Fehmarn. Dort hatte zuvor das russische Raketenschiff Stawropol Stellung bezogen.
163 Meter langes Kriegsschiff
Die Severomorsk gehört zur Udaloy-Klasse und wurde Ende 1987 in Dienst gestellt. Der 163 Meter lange Zerstörer ist auf U-Boot-Abwehr spezialisiert und Teil der russischen Nordflotte. Je nach Einsatz umfasst die Besatzung zwischen 220 und 300 Soldaten. Bereits Anfang Jänner begleitete das Schiff laut Medienberichten zwei sanktionierte Frachter vor der portugiesischen Küste.
Artem Bulatov aus dem russischen Außenministerium hatte den Einsatz gegenüber russischen Medien bereits vor Wochen angekündigt.So erklärte der Sonderbeauftragte unmissverständlich: „Es werden Optionen zur Stärkung des physischen Schutzes von Schiffen unter russischer Flagge erwogen. Die Möglichkeit, die Handelsflotte mit Schiffen der russischen Marine zu eskortieren, bleibt bestehen.“
Es werden Optionen zur Stärkung des physischen Schutzes von Schiffen unter russischer Flagge erwogen.
Artem Bulatov aus dem russischen Außenministerium
Russland weitet Marineaktivitäten aus
Russland hat seine Marineaktivitäten zwischen Ärmelkanal und Ostsee zuletzt deutlich ausgeweitet. Beobachter sehen darin eine Reaktion des russsichen Präsidenten Wladimir Putin auf Maßnahmen westlicher Staaten gegen die sogenannte russische Schattenflotte. Mehrfach waren in der Vergangenheit Tanker und Frachter mit mutmaßlichen Verbindungen zu Russland in der Ostsee kontrolliert oder festgesetzt worden.
NATO entsendet Marineverband
Als Reaktion auf die jüngsten Machtspiele Putins verlegte die NATO den Marineverband SNMG1 in die Ostsee. Angeführt wird dieser von der deutschen Fregatte Sachsen, die erst wenige Tage zuvor im Marinestützpunkt Kiel Munition geladen hatte.
Auch Frankreich verstärkte seine Präsenz in der Region. Neben der Fregatte Auvergne entsandte Paris ein Patrouillenboot sowie ein Aufklärungsschiff in die Ostsee. Laut den „Kieler Nachrichten“ beobachtet die französische Fregatte die Bewegungen der Severomorsk eng.
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