Krimi vor Schweden
Kilometerlange Ölspur: Russen-Tanker beschlagnahmt
Ein mutmaßlicher Umweltkrimi in der Ostsee sorgt für Aufsehen: Vor der schwedischen Insel Gotland zieht sich ein rund zwölf Kilometer langer Ölteppich durchs Wasser. Die Behörden haben bereits ein verdächtiges Schiff im Visier – das just der russischen Schattenflotte angehören soll.
Die schwedische Küstenwache hat einen Öltanker beschlagnahmt, der zur sogenannten russischen Schattenflotte gehören soll. Das Schiff mit dem Namen „Flora 1“ steht im Verdacht, die Verschmutzung verursacht zu haben, teilte die Behörde am Freitag mit. Der Tanker wurde vor der südschwedischen Küste festgesetzt.
Ermittlungen laufen – Küste wohl nicht betroffen
Gegen das Schiff wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Umweltstraftat eingeleitet. Nach ersten Einschätzungen dürfte das ausgelaufene Öl die Küste jedoch nicht erreichen.
Herkunft unklar – Ziel unbekannt
Unklar ist laut Behördenangaben, unter welcher Flagge die „Flora 1“ fährt. Fest steht hingegen, dass das Schiff auf der Sanktionsliste der Europäischen Union steht. Daten des Schiffsdienstes MarineTraffic zufolge war der Tanker zuvor im russischen Hafen Primorsk ausgelaufen – mit unbekanntem Ziel.
Regierung warnt vor Risiko der Schattenflotte
Der schwedische Minister für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, erklärte auf der Plattform X, die Regierung nehme den Vorfall ernst. Zugleich betonte er, dass es sich in diesem Fall nicht um eine größere Ölpest handle. Die sogenannte Schattenflotte – meist ältere und schlecht versicherte Tanker – stelle jedoch grundsätzlich eine erhebliche Sicherheits- und Umweltbedrohung dar.
Europa verstärkt Druck – Kritik aus Moskau
Europäische Staaten haben ihre Maßnahmen gegen diese Schattenflotte zuletzt verstärkt. Hintergrund ist, dass Russland über solche Öltransporte Einnahmen generiert, die zur Finanzierung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs gegen die Ukraine beitragen.
Auch Schweden hat in den vergangenen Monaten vermehrt Schiffe mit mutmaßlichen Verbindungen nach Russland ins Visier genommen. Die Regierung in Moskau kritisierte dieses Vorgehen als feindselig.









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