100 Jahre im Einsatz

Als Brieftauben Bergunglücke und Notlagen meldeten

Tirol
11.05.2026 20:00

Die Bergrettung Leutasch in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) feiert am Samstag, dem 16. Mai, ihr hundertjähriges Bestehen mit einem Fest. Und blickt zurück auf Zeiten, als Alarmierungen viel länger dauerten als heute …

Aus dem Bestandsverzeichnis der Rettungs- und Meldestellen vom 15. Juni 1926 vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein geht hervor, dass es zu diesem Zeitpunkt in Leutasch bereits eine Meldestelle für Alpinunfälle gab. Die Gründung der Bergrettung Leutasch vor 100 Jahren stellte einen visionären Schritt dar, getragen vom Mut und der Hilfsbereitschaft engagierter Pioniere.

Historisches Bild aus dem Jahr 1979: Die Leutascher Bergretter nehmen an einem Umzug teil.
Historisches Bild aus dem Jahr 1979: Die Leutascher Bergretter nehmen an einem Umzug teil.(Bild: Alois Krug)

Die Ortsstelle Leutasch der Bergrettung Tirol reiht sich damit klar weit vorne in die lange Geschichte der Bergrettungsortsstellen in Tirol ein. Sie wurde schon lange vor der eigentlichen Gründung der Bergrettung Tirol gegründet.

Kaum zu glauben, wie seinerzeit die Einsatzkräfte alarmiert worden sind. Als in den 1960er-Jahren von der Bergwacht Leutasch die Wettersteinhütte erbaut wurde, erfolgten die Unfallmeldungen von dort aus mit Brieftauben!

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Ein Meilenstein in der Geschichte war der Bau des Gerätehauses, der mit Eigenleistung und Unterstützung der Gemeinde Leutasch erfolgte.

Michael Strigl, aktueller Ortsstellenleiter Bergrettung Leutasch

Auf 1965 datiert der erste Einsatz eines Hubschraubers. Die Bergrettung Leutasch hatte schon früh ausgebildete Flugretter, die am Heli des Innenministeriums Dienst verrichteten.

Neben den zahllosen Such-, Rettungs- und Bergungseinsätzen übernahmen die Leutascher Bergretter in der Folge zahlreiche weitere Aufgaben wie Bergfeuer, Aufstellen von Gipfelkreuzen, Organisation von Skirennen oder Rettungsdienste bei Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Ganghoferlauf oder dem Zugspitztrail.

Das neue und aktuelle Bergrettungsheim, das 1996 eröffnet wurde.
Das neue und aktuelle Bergrettungsheim, das 1996 eröffnet wurde.(Bild: Bergrettung Leutasch)

Im Jahr 1996 fanden die Leutascher Bergretter durch den Bau eines neuen Gerätehauses ein neues, dauerhaftes Zuhause. Ortsstellenleiter Michael Strigl kann heute auf ein schlagkräftiges Team von rund 40 Einsatzkräften zurückgreifen – darunter auch vier Frauen. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden bei rund 300 Einsätzen mehr als 2100 Einsatzstunden geleistet.

Großer Festakt am Samstag
Das alles muss gefeiert werden. So freuen sich die Leutascher Bergretter auf das Jubiläumsfest am Samstag, dem 16. Mai. Nach einem Feldgottesdienst um 14 Uhr bei der Wettersteinhalle beim Alpenbad Leutasch folgt der große Festakt in der Halle. Danach steht Party auf dem Programm. Auch für die Unterhaltung der Kinder ist gesorgt.

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