„Krone“-Kommentar

Auch das noch: Ölpest wie nie

Kolumnen
11.05.2026 20:00

Man nennt es im Krieg einen Kollateralschaden, wenn irgendetwas in Mitleidenschaft gezogen wird, das so nicht vorgesehen war. Es klingt gefahrlos, macht daher auch keine Schlagzeilen und ist meistens ein stiller Tod.

Einen Kollateralschaden jedoch ungeheuren Ausmaßes erleiden zurzeit zwei Weltmeere durch die beiden großen Kriege dieses Jahrhunderts: Ukraine und Iran. Es ist der stille Tod der Natur durch eine vorsätzlich herbeigeführte Ölpest, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.

Im Golf strömt Erdöl von der iranischen Ölverlade-Insel Kharg ins Meer. Ursache ist kein Beschuss, sondern es werden die vollen Lagerbestände abgelassen, die nicht abtransportiert werden können. Der Iran erklärt, man könne Ölquellen nicht stoppen, da sie sonst unwiederbringlich versiegen. Öl fließt auch aus zwei iranischen Supertankern, die von der US-Luftwaffe beschossen worden sind.

Ein ähnliches Schicksal erleidet das Schwarze Meer. Die Ukraine hat unter anderem nahe der Olympiastadt Sotschi mit Drohnen das größte russische Tanklager in Tuapse in Brand geschossen. Brennendes Öl floss tagelang in die Stadt und ins Meer. Aus riesigen Rauchwolken ergießt sich schwarzer Regen aus Ruß und Benzol über die Landschaft und die (Bade-)Strände.

Zwei Umweltkatastrophen mit Langzeitfolgen: Sie beweisen, wie der Mensch in der Lage ist, die Natur zur Hölle zu machen.

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