





Österreich ist turbulent in die Woche gestartet: Tief „Doreen“ mit Kern über Polen sorgte am Montag bereits im Laufe des Tages mehrere Male für teils heftige Entwicklungen, die am Abend sogar den Song Contest betrafen und in der Räumung des Eurovision Village am Wiener Rathausplatz gipfelten.
Schon am Vormittag zogen im Norden Österreichs und in Vorarlberg erste Schauer durch, im Laufe des Tages breiteten sich Regen, Schauer und Gewitter rasch über das gesamte Land aus. Für mehrere Regionen wurde die höchste Warnstufe Rot ausgegeben – unter anderem gingen über großen Teilen Niederösterreich sowie in Oberösterreich, der Steiermark und auch im Burgenland teils heftige Gewitter nieder. Auch die Bundeshauptstadt blieb nicht verschont.
Enttäuschung bei den ESC-Fans groß
Wegen des heftigen Gewitters, das Starkregen und ungemütlichen Wind im Gepäck hatte, musste sogar der Wiener Rathausplatz geräumt werden. Dort war erst am Sonntag das Eurovision Village – die offizielle Partylocation des 70. Song Contests – eröffnet worden.
„Aufgrund der aktuellen Wettersituation müssen wir das Programm beenden und Sicherungsmaßnahmen ergreifen“, teilte die Stadt Wien am Abend mit. Besucher wurden gebeten, das Areal zu verlassen, die Enttäuschung war groß. Konzerte fanden am Montag keine mehr statt.
Am Montagabend erinnerte das Eurovision Village eher an ein Geisterdorf als an die gut besuchte Partylocation, die sie am Vortag gewesen war:






„Betet, dass wir besseres Wetter haben“
Das „ESC Sing Along“ vor der Volksoper wurde damit eher zum „Schwimm Along“: Trotz euphorischer Stimmung und lautstark mitsingendem Publikum musste die Open-Air-Veranstaltung wegen des Unwetters abgebrochen werden. Besonders symbolträchtig: Ausgerechnet bei Johnny Logans ESC-Klassiker „Hold Me Now“ versagte schließlich die Technik unter Blitz, Donner und Starkregen. Intendantin Lotte de Beer beendete das Event mit dem Appell: „Betet, dass wir besseres Wetter haben.“
Indes startete in der Wiener Stadthalle um 21 Uhr die erste Publikumsshow. Einlass war ab 18 Uhr – und zahlreiche Fans waren vom strömenden Regen erwischt worden. Da halfen auch die verteilten Regenponchos nicht viel. Ob die Wärme in der Halle ausgereicht hat, bis zu Beginn der Evening Preview Show des ersten Semifinales wieder trocken zu werden?
Gegen 21 Uhr waren auch im restlichen Land die heftigsten Unwetter überstanden – lediglich für den nordöstlichsten Teil Niederösterreichs sowie Oberkärnten und das steirische Murtal sagte die Unwetterzentrale noch „markantes Wetter“ mit Gewitter und Hagel voraus.
Der aktuelle Blick über Wien mit der Wettercam am „Krone“-Gebäude:
Ab Dienstag deutlich kälter und windig
Auch der Dienstag wird sich von seiner rauen Seite zeigen. Es wird deutlich kälter und windig. Von Vorarlberg bis in die Steiermark bleibt es oft trüb und nass, im Süden regnet es zeitweise kräftig. Für die Grüne Mark sind auch Hagel und Sturmböen vorhergesagt.
Schneefallgrenze sinkt auf 900 Meter ab
Besonders bemerkenswert: Die Schneefallgrenze sinkt in den Nordalpen kurzfristig bis auf rund 900 Meter ab. Dazu weht kräftiger Nordwestwind, lokal mit stürmischen Böen.
Erst am Nachmittag bessert sich die Lage langsam von Westen her, vor allem in Osttirol und Kärnten zeigen sich wieder sonnige Auflockerungen – begleitet von starkem Nordföhn. Die Temperaturen stürzen regelrecht ab und erreichen nur noch 7 bis 14 Grad.

Eisheilige in ihrem Element
Der Mittwoch wird zwar freundlicher – doch wer denkt, das Wetter beruhigt sich schnell, irrt: Die nächste Überraschung folgt, denn bei nachlassendem Wind kann es im Berg- und Hügelland erneut zu leichtem Frost kommen. Die Eisheiligen sind dann voll in ihrem Element.
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