Drama in Wüstenregion

Flugzeugabsturz: Deutsche Unternehmerfamilie tot

Ausland
11.05.2026 21:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Namibia sind drei deutsche Touristen sowie der Pilot der Maschine ums Leben gekommen. Wie sich inzwischen herausstellte, handelt es sich bei den verunglückten Passagieren um eine bekannte deutsche Unternehmerfamilie. 

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, kamen Silke Lohmiller, Ex-Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, sowie ihr Mann Richard, früherer Kaufland-Manager, und ihr gemeinsamer Sohn Henry beim Absturz ums Leben.

Der Tod der Familie, die aus dem Raum Heilbronn (Baden-Württemberg) kommt, wurde von der Dieter-Schwarz-Stiftung am Montag bestätigt. Lidl und Kaufland gehören zur Schwarz-Gruppe.

„Leider keine Überlebenden“
Das Wrack des seit Sonntag vermissten Flugzeugs wurde Montagfrüh in der Wüstenregion Sossusvlei gefunden, wie der Chef der Fluggesellschaft Desert Air, Willem de Wet, erklärte: „Leider gibt es keine Überlebenden.“ Desert Air drückte den Angehörigen und Freunden der Opfer ihr Mitgefühl aus. Das Unternehmen ist eine lizenzierte Charterfluggesellschaft und auf private Flugsafaris spezialisiert.

Das Flugzeug vom Typ Cessna 2021 war am Sonntag von einer privaten Landebahn nahe dem internationalen Flughafen Hosea Kutako in Richtung einer Touristenlodge in der Wüstenregion gestartet, dort jedoch nie angekommen.

Eine Cessna 2010 (Symbolbild)
Eine Cessna 2010 (Symbolbild)(Bild: stock.adobe.com)

Kontakt fünf Minuten vor Landung verloren
Wie die „Bild“ weiter berichtet, bestand kein Kontakt zur Flugsicherung, da die Maschine in niedriger Höhe unterwegs war. Desert Air verfolgte das Flugzeug jedoch per Tracker – bis etwa fünf Minuten vor der geplanten Landung. Dann brach das Signal plötzlich ab. 

Ermittler gehen davon aus, dass in diesem Moment der Absturz geschah. Warum die Maschine abstürzte, ist bislang nicht bekannt. Die Ursachen für den Unfall werden laut der Fluggesellschaft nun von den zuständigen Behörden ermittelt.

Namibia

Das heutige Namibia war von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Während der Kolonialzeit begingen die Kolonialtruppen einen Völkermord an der indigenen Bevölkerung der Herero und Nama mit Zehntausenden Toten. 2021 erkannte die Bundesrepublik den Genozid an.

Die hohen, ockerfarbenen Sanddünen der Wüste von Sossusvlei sind ein beliebtes Touristenziel in Namibia. Nach Angaben des Tourismusministeriums besuchten 2024 rund 110.000 deutsche Touristen das Land. Deutsche machten damit die größte Besuchergruppe aus.

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