An einem morschen Baumstamm über einer steilen Rinne hing das Leben von zwei abgestürzten Paragleitern im bayrischen Garmisch. Der Notarzthubschrauber RK-2 der ARA-Flugrettung im Tiroler Reutte rettete das Duo praktisch in letzter Minute.
Der rettende Engel für die beiden Paragleiter, die am Sonntag im grenznahen bayrischen Garmisch am Rosswank bei einem Tandemflug abgestürzt waren, kam aus Tirol. Unglaublich: Der Schirm hatte sich – zum riesigen Glück der Abgestürzten – an einem völlig morschen Baum in einer Felswand bzw. über einer Rinne verhängt.
Morscher Baum bremste Absturz
Der Baum fing den Absturz auf, die beiden verletzten Männer – 58 und 35 Jahre alt – hingen an einem Seil des Schirms und hatten Bodenkontakt in extrem absturzgefährdetem Gelände. Ihr Leben hing sprichwörtlich an einem seidenen Faden
Die Bergwacht Garmisch alarmierte gegen 11 Uhr den Notarzthubschrauber RK-2 aus Reutte. „Wir haben zunächst einen Erkundungsflug gemacht und dann Flugretter Daniel Moosbrugger sowie ein Mitglied der Bergwacht auf einem Steig oberhalb der Rinne per Winde abgesetzt“, schildert RK-2-Pilot Oliver Waldschmidt die dramatischen Minuten.
Crashbergung bedeutet, dass die Bergung Priorität vor medizinischer Versorgung hat.
Oliver Waldschmidt, Pilot RK-2
Zwei weitere Einsatzkräfte wurden ebenfalls in den Unfallbereich geflogen, um den Schirm zu sichern. Denn er hätte sich aufblähen und lösen können – dies hätte zusätzlich Gefahr für die zwei Verunglückten bedeutet.
Crashbergung mit der Seilwinde
Mittels sogenannter Crashbergung hat die RK-2-Crew dann den ersten Verletzten mit der Winde geborgen. „Das bedeutet, dass die Bergung Priorität vor medizinischer Versorgung hatte“, erklärt Waldschmidt. Kein Wunder: Die Verunglückten waren in großer Absturzgefahr, die Zeit drängte. Der 35-Jährige hatte sich am Sprunggelenk verletzt und wurde ins Krankenhaus Garmisch geflogen.
Einsatz dauerte eineinhalb Stunden
Daraufhin barg der RK-2 auch den zweiten Verunfallten. Der 58-Jährige hatte eine ähnliche Verletzung erlitten. Nach und nach wurden anschließend die Einsatzkräfte ins Tal geflogen. Rund eineinhalb Stunden dauerte der Einsatz mit Happy End.
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