Forscher haben im April die zweithöchste Meeresoberflächentemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen – und zwar bei allen Ozeanen außerhalb der Polarregion. In weiten Teilen des tropischen Pazifiks wurden Rekordtemperaturen gemessen, die mit starken maritimen Hitzewellen einhergingen.
Von diesen alarmierenden Messungen berichtete der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn. Zudem sei der zurückliegende Monat der drittwärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen weltweit gewesen.
Extreme Temperaturunterschiede auf Nordhalbkugel
Auf der Nordhalbkugel gab es demnach im April erhebliche Temperaturunterschiede. So herrschten in Europa in weiten Teilen des Südwestens deutlich überdurchschnittliche Temperaturen, Spanien verzeichnete sogar den wärmsten April seit Beginn der Aufzeichnungen. In Osteuropa war es dagegen besonders kalt.
Der Monat war außerdem von extremen Wetterereignissen wie tropischen Wirbelstürmen im Pazifik, Überschwemmungen im Nahen Osten und Dürren im südlichen Afrika geprägt. Sturzfluten trafen Teile der Arabischen Halbinsel, während es in manchen Regionen des Irans, Afghanistans, Saudi-Arabiens und Syriens zu Überschwemmungen und Erdrutschen kam.
Der April 2026 verstärkt das klare Signal einer anhaltenden globalen Erwärmung.
Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage
Meereisausdehnung unterdurchschnittlich
In der Arktis lag die durchschnittliche Meereisausdehnung im April etwa fünf Prozent unter dem Durchschnitt und war damit die zweitniedrigste für diesen Monat, knapp hinter dem im April 2019 aufgestellten Rekord von sechs Prozent unter dem Durchschnitt.
Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage kommentierte: „Der April 2026 verstärkt das klare Signal einer anhaltenden globalen Erwärmung. Die Meeresoberflächentemperaturen lagen nahe Rekordwerten mit weit verbreiteten Meereshitzewellen, das arktische Meereis blieb deutlich unter dem Durchschnitt, und in Europa gab es starke Kontraste bei Temperaturen und Niederschlägen – allesamt Kennzeichen eines Klimas, das zunehmend von Extremen geprägt ist.“
Der Klimawandeldienst Copernicus der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten etwa zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen.
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