Eltern verzweifelt
Austro-britischem Baby Einreise nach UK verweigert
Einer österreichisch-britischen Familie ist die Wiedereinreise nach Großbritannien verwehrt worden. Grund dafür war, dass ihr in Großbritannien geborenes Baby nur den österreichischen, nicht aber den britischen Pass besaß.
Seit 25. Februar ist britischen Doppelstaatsbürgern die Einreise nur noch mit einem britischen Pass oder einer digitalen Berechtigungsbescheinigung möglich. Die Familie mit zwei Kindern lebt laut BBC in Großbritannien. Die Mutter ist Britin, der Vater Österreicher. Nach einem Urlaub in Spanien wurden sie am Gate des Flughafens am Boarding gehindert. Der Grund: Das elf Monate alte Baby des Paares hatte keinen britischen Reisepass oder eine digitale Berechtigungsbescheinigung, die seine Staatsangehörigkeit nachweisen kann.
Familie fürchtet monatelanges Prozedere
Das Angebot der Mutter, die Geburtsurkunde ihrer Tochter als Beweis vorzulegen, sei nicht genug gewesen, wird die Mutter von der BBC zitiert. Die Familie soll vorübergehend bei Verwandten des Familienvaters in Wien untergekommen sein. Sie befürchtet, es würde mehrere Monate dauern, bis der Tochter ein britischer Reisepass ausgestellt werden könne.
Das österreichische Außenministerium sei über den Fall informiert, hieß es. Die österreichische Botschaft in London stehe mit der Familie als auch den britischen Behörden in Kontakt, um „Möglichkeiten zur Beschleunigung des Verfahrens zu prüfen“.
Kein Einzelfall
Dabei handelt es sich offenbar um keinen Einzelfall. Laut dem österreichischen Außenministerium „berichteten Vertretungen anderer EU-Mitgliedstaaten in London immer wieder von ähnlichen Fällen“. Vor wenigen Wochen habe ein in Großbritannien lebendes Paar, dessen Baby noch keinen Aufenthaltstitel in Großbritannien hatte, Probleme bei der Rückreise nach Großbritannien gehabt. Die Eltern stammen aus Österreich und Litauen.
Gesetz wurde im Februar verschärft
Grund für diese Fälle ist eine Verschärfung der britischen Einreisebestimmungen. Seit 25. Februar ist es britischen Doppelstaatsbürgern nicht mehr möglich, in das Vereinigte Königreich mit einem ausländischen Reisepass einzureisen. Stattdessen ist entweder ein britischer Reisepass oder eine digitale Berechtigungsbescheinigung vorzulegen, die mit ihrem ausländischen Reisepass verknüpft ist, schreibt die BBC. Diese Änderung wurde im Zuge der Einführung der elektronischen Reisegenehmigung (Electronic Travel Authorisation – ETA) vorgenommen. Aus dem österreichischen Außenministerium heißt es, das System funktioniere grundsätzlich gut. Es werde geraten, eine ETA auf gov.uk zu beantragen.
Die ETA ist eine online zu beantragende Sicherheitsüberprüfung vor Reiseantritt, ähnlich dem US-amerikanischen Electronic System for Travel Authorisation (ESTA). Auch jene Reisenden, die kein Visum für Großbritannien benötigen, müssen eine ETA beantragen – auch österreichische Staatsbürger.









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