Ein riesiger Wasserfall südlich von Sizilien flutete vor fünf Millionen Jahren das zuvor wohl ausgetrocknete, östliche Mittelmeer.
Der Wasserfall soll laut Geophysiker Benedikt Haimerl über zwei Kilometer hoch und 20 Kilometer breit gewesen sein. Er sei von 100 Milliarden Litern Wasser pro Sekunde durchspült worden.
Jura → vor ca. 201-145 Mio. Jahren
Kreidezeit → vor ca. 145-66 Mio. Jahren
(....)
Oligozän → vor ca. 34 bis 23 Mio. Jahren
Miozän → vor ca. 23 bis 5,3 Mio. Jahren
Pliozän → vor ca. 5,3 bis 2,6 Mio. Jahren
Pleistozän → vor ca. 2,6 Mio. bis 11.700 Jahren
Holozän → seit 11.700 Jahren bis heute; bzw. Anthropozän → ab Mitte des 20. Jahrhunderts
Amphitheaterförmiger Canyon
Haimerl hat mit Kollegen den Mittelmeerboden in diesem Gebiet mit „Reflexionsseismik“ untersucht. Dabei werden Vibrationswellen durch den Untergrund geschickt und ihre Ausbreitung sowie Reflexion gemessen. Solche Daten verraten die Formen und Dicken der verschiedenen Schichten. In diesem Fall zeigten sie, dass zwei verhältnismäßig flache Kanäle in einen amphitheaterförmigen Canyon führten.
Der „Megawasserfall“ führte so viel Material mit, dass sich unterhalb eine mehr als 800 Meter hohe Schwemmfläche anlagerte. Die Forscher: „Dies war höchstwahrscheinlich der größte Wasserfall in der geologischen Geschichte.“
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