Ältere als Opfer

Bettler erbitten Hilfe – und stehlen dann Geld

Burgenland
07.05.2026 05:00

Die Täter haben Bares und Schmuck im Visier, Opfer sind fast immer ältere Hausbewohner. Die Polizei im Burgenland macht Jagd auf dreiste Banden von Einschleichdieben.

Kaum klettern die Temperaturen nach oben, kommen Einschleichdiebe aus ihren Schlupflöchern hervor. Sie klopfen an die Tür und bitten um Arbeit oder fragen am Gartenzaun nach einem Schluck Wasser – sobald die „Hilfesuchenden“ ins Haus gelangen können, ist weder Bargeld noch Schmuck vor ihnen sicher.

Mit Chauffeur zu Kriminaltouren angereist
Im Kampf gegen eine sechsköpfige „Bettler-Bande“ verzeichnet die Polizei bereits erste Erfolge. Die rumänischen Serientäter hatten in Ungarn nahe der Grenze zu Österreich Quartier bezogen. Mit einem einheimischen Chauffeur (52) reisten sie fast täglich als Kriminaltouristen über das Burgenland ein, um hierzulande auf Beutezug zu gehen.

46.000 Euro erbeutet
Abgesehen haben es die professionellen Diebe, die laut den Ermittlern aus dem Bettlermilieu stammen, vorwiegend auf alleinstehende Pensionisten. Die Masche ist stets dieselbe: „Die Kriminellen sprechen ältere Bewohner am Eingang oder im Garten an, bitten um ein Getränk, eine Kleinigkeit zum Essen oder eine Beschäftigung“, geht aus den Ermittlungsakten hervor: „Sobald die Fremden im Haus sind, lenkt ein Täter das Opfer in einem Zimmer geschickt ab, während sich die Komplizen davonschleichen und die anderen Räume gezielt nach Geld sowie Wertgegenständen durchstöbern.“ Mit diesem Trick erbeuteten die Täter in acht Monaten mehr als 46.000 Euro.

Von Graz bis Jennersdorf zieht sich ihre Spur. Mindestens 15 Coups konnten der „Bettler-Bande“ vorerst nachgewiesen werden, darunter der Versuch eines Einbruchs in ein Wohnhaus. Die Beschuldigten sind kein unbeschriebenes Blatt. Jeder der fünf rumänischen Haupttäter ist den österreichischen Behörden wegen Eigentumsdelikten schon lange bekannt.

Jüngstes Bandenmitglied auf frischer Tat ertappt
Den dreisten Dieben einen Strich durch die Rechnung machte die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Jennersdorf, die mit ihren steirischen Kollegen aus Feldbach im Zuge umfangreicher Nachforschungen dem Fall auf den Grund gegangen sind. Wie berichtet, sind zwei Mitglieder der kriminellen Vereinigung gefasst.

Eine Verdächtige (47) streitet alles ab. Der Jüngste der Tätergruppe – 23 Jahre alt – wurde in der Steiermark auf frischer Tat ertappt, er legte ein Geständnis ab. Beide fassten bereits eine Haftstrafe aus, sechs bzw. 36 Monate. „Die Ermittlungen gegen den Rest der Bande gehen weiter“, so die Polizei. 

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