„Krone“-Kommentar

Er wird doch keinen pinken Gust gebraucht haben?

Kolumnen
07.05.2026 05:30

Von einer besonders beeindruckenden Karriere in der Privatwirtschaft kann beim ehemaligen NEOS-Abgeordneten Gerald Loacker eher nicht die Rede sein. Der Ex-Politiker fährt nämlich nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Unternehmensberater nun in den sicheren Hafen des Europäischen Rechnungshofs ein.

Formal wird das schon in Ordnung hingebogen worden sein. Der NEOS-Mann ist studierter Jurist und wird doch keinen pinken Gust gebraucht haben, um den wenig nervenaufreibenden, allerdings pipifein bezahlten EU-Posten zu ergattern?

Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi
Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi(Bild: Krone KREATIV)

Spott muss sich Loacker freilich gefallen lassen. War es doch der feine Herr von den NEOS, der von seinem Parlamentsplatzerl aus jahrelang die für ihre brachiale Wirtschaftspolitik und deshalb als „Eiserne Lady“ bekannte Margaret Thatcher stolz als Idol vor sich hergetragen hat. Für sich selbst zieht Loacker ein komfortables Leben den Strapazen des Neoliberalismus vor. Eh verständlich, aber man darf schon die Nase rümpfen.

Dass jedoch ausgerechnet die ÖVP am lautesten über das fette EU-Amterl für die NEOS plärrt, muss auf eine geistige Fehlleistung zurückzuführen sein.

Die Strategen der Kanzlerpartei können doch nicht sofort nach dem Abgang von August Wöginger vergessen haben, mit welchen Superjobs in der EU der famose Altkanzler Karl Nehammer und sein nicht minder grandioser Finanzminister Magnus Brunner versorgt worden sind? Aber vielleicht hat das gemeine Fußvolk das ÖVP-Motto, dass sich Leistung lohnen müsse, einfach völlig falsch verstanden?

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