Laut den Vereinten Nationen ist der internationale Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz beinahe zum Erliegen gekommen. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten sei die Zahl der Schiffe, die die Meerenge passieren, um mehr als 95 Prozent zurückgegangen, erklärte Stéphane Dujarric, Sprecher des UNO-Generalsekretärs, am Dienstag. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen.
Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte Dujjaric mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen. Der Benzinpreis in den USA ist nunmehr auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn gestiegen. Für eine Gallone (3,785 Liter) Benzin mussten Amerikaner am Dienstag im Schnitt 4,18 US-Dollar (rund 3,6 Euro) zahlen, wie der Automobilverband AAA mitteilte. Auf ähnlich hohem Niveau hatte der Benzinpreis zuletzt vor rund vier Jahren nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gelegen.
Trump wollte Energiepreise eigentlich halbieren
Im Vergleich zu den Europäern geben US-Amerikaner immer noch wenig an der Tankstelle aus. Umgerechnet auf Liter und Euro liegt der aktuelle US-Benzinpreis bei rund 94 Cent. Die USA erheben pro Liter Kraftstoff weniger Steuern und Abgaben, zudem verfügt das Land selbst über große Ölvorkommen. Für die US-Regierung ist der Anstieg ein unbequemes Thema: Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Energiepreise im Land zu halbieren. Rund ein halbes Jahr vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress ist er davon allerdings weit entfernt.
Derzeit gilt zwar eine Waffenruhe, die Blockaden durch den Iran und die USA sind aber weiterhin in Kraft. Die Gespräche über eine dauerhafte Belegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Vor dem Krieg hatten Tanker ein Fünftel der weltweit benötigten Ölmenge durch die Straße von Hormuz transportiert. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge lässt Trump sogar eine längere Blockade des Iran vorbereiten. Der Präsident wolle den Druck auf die iranische Wirtschaft und die Ölexporte aufrechterhalten, indem der Schiffsverkehr von und zu den Häfen des Landes unterbunden werde.
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