Es ist Standortfrage

Darum sind Stockerauer mit Klinik oft unzufrieden

Niederösterreich
29.04.2026 12:30

Es gehe nicht um das Gebäude selbst: Es gab im September 2024 schon einmal einen Fall, als die Zufahrten zur „Grünen Au“ unter Wasser waren. Daher sei der nun fixierte dortige Standort des „Superspitals“, die geplante Klinik Weinviertel-Süd, in einer ungünstigen (Flut-)Lage. Es sind Stockerauer, die die Region wie ihre eigene Westentasche kennen: Wie die Initiative „Tunnel & grüner Übergang der A 22“, die bezüglich des Standortes der „Krone“ besorgte Szenarien ins Treffen führen. Es sind die Spitalszubringer, die derzeit noch Unterführungen sind: „Sie liegen unter dem Wasserspiegel, sollte die Donau über die Ufer treten“, zeigt sich ein Stockerauer besorgt. Zudem dürfe man bei Risikobewertungen nicht Kriterien wie für ,normale’ Siedlungen heranziehen.

Auch diese beliebten Freizeitzentren werden dem Mega-Bau weichen müssen. Ersatzpläne für die ...
Auch diese beliebten Freizeitzentren werden dem Mega-Bau weichen müssen. Ersatzpläne für die Einrichtungen sind noch keine bekannt.(Bild: Andreas Leisser)

Grüner Abgeordnete Ecker weist vehement auf Hochwasserproblem hin
Einer, der auf diese und andere Problematiken schon länger hingewiesen hatte, ist der Grüne Landtagsabgeordnete Georg Ecker: „Mir wird immer öfter zugetragen, dass man zwar froh über die wohnortnahe Entscheidung ist, aber – neben der Hochwasser-Kritik – auch um die dortigen Bauten trauert.“ Denn alle (Sport-)Anlagen, auch eine große Halle samt Restaurant, müssen im Rahmen des Baues dem Erdboden gleich gemacht werden.

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Infrastrukturen wie Spitäler müssen bei Naturkatastrophen vollständig sicher sein. Sie dann zu erreichen, sollte absolut vorrangig sein.

Georg Ecker, Landtagsabgeordneter der Grünen

Ob es in diesem Fall schon Pläne für einen Ersatz gibt – da mangelt es an der Informationslage: Auf Nachfrage im Rathaus der größten Stadt im Weinviertel scheitert die „Krone“-Anfrage jedenfalls bereits an der „Firewall“ einer Sekretärin im (Bürgermeisterin-)Büro – Chefin Andrea Völkl war nicht erreichbar.

Büro Landesrat Kasser reagiert auf die Bedenken
Anders im Büro Landesrat Anton Kasser: „Für die Lage des Grundstücks bei Hochwasser war die Mindestanforderung Flutflächen außerhalb 30- bis 100-jähriger Risikozonen. ,HQ300’ ist nicht als Risiko für Bauland zu interpretieren.“ Ebenso betonte man, dass bei den Zu- und Abfahrten dann trotzdem sehr genau auf eine sichere Höhenlage geachtet werde.

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