16-Jährige starb

Mädchen vor Zug gestoßen: Mann muss in Psychiatrie

Deutschland
29.04.2026 14:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein 31-Jährige hatte im Sommer 2025 ein 16-jähriges Mädchen in Friedland im deutschen Bundesland Niedersachsen vor einen Zug gestoßen. Die Jugendliche starb. Nun wurde dem Angreifer der Prozess gemacht: Er muss nun in eine geschlossene Psychatrie. 

Liana K. hatte am Gleis des Bahnhofs auf ihren Zug gewartet, als der Mann sie ohne Vorwarnung ins Gleisbett stieß. Ein heranfahrender Güterzug erfasste das Mädchen mit etwa 100 Kilometern pro Stunde – das Opfer hatte keine Chance. Die 16-Jährige erlitt durch den Zusammenprall Verletzungen am Kopf, die sie nach Ermittlerangaben sofort töteten.

Es gab keine Zeugen oder Videoaufnahmen, aber aufgrund DNA-Spuren an der Leiche des Mädchens konnte ein Iraker als Verdächtiger identifiziert werden. Mordanklage gab es jedoch keine: Denn ein Gutachter hatte bei dem Mann eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert.

Gericht attestierte Gefahr für die Allgemeinheit
Die Verteidiger des 31-Jährigen plädierten auf Freispruch mangels ausreichender Beweise. Es seien auch andere Szenarien denkbar, wie das Mädchen ums Leben gekommen sein könnte. Das Gericht kam aber zu dem Schluss, dass der Angeklagte die Tat begangen habe. Von ihm ginge eine Gefahr für die Allgemeinheit aus, deswegen wird der 31-Jährige nun in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. 

Der Fall sorgte für Aufsehen, weil der Beschuldigte ein abgelehnter Asylwerber war. Ein Antrag auf Überstellung nach Litauen, wo der Mann zuerst in die EU eingereist war, wurde allerdings vom Amtsgericht wegen gravierender Mängel abgelehnt. Bei dem jungen Opfer handelte es sich um eine Ukrainerin, die 2022 mit ihrer Familie vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflohen war. 

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