Den geplanten Anschlag auf das Konzert des US-Superstars 2024 in Wien wird Beran A. im heute in Wiener Neustadt (NÖ) startenden Terror-Prozess zugeben, die Beteiligung an einem Mordversuch in Mekka aber nicht.
Sicherheitsstufe hoch im Landesgericht Wiener Neustadt, wo am Dienstag der Prozess gegen Beran A. startet, der einen entsetzlichen Terroranschlag auf die Taylor-Swift-Konzerte in Wien geplant hatte.
6000 Seiten umfasst der Akt gegen den 21-jährigen Ternitzer mit nordmazedonischen Wurzeln, dem von der Staatsanwaltschaft eine Vielzahl von Verbrechen vorgeworfen wird, darunter jenes terroristischer Straftaten. Für das ihm aber weniger Strafe droht als für den Vorwurf der Beitragstäterschaft an einem versuchten Mord in Mekka, für die er im Falle einer Verurteilung zehn bis 20 Jahre Haft ausfassen könnte. „Mein Mandant bekennt sich in allen Punkten schuldig, außer für den Terror-Plan in Mekka“, lässt seine Anwältin Anna Mair wissen, dass Beran A. ein Teilgeständnis ablegen wird.
Mein Mandant bekennt sich in allen Punkten schuldig, außer für den Terror-Plan in Mekka.

Anwältin Anna Mair vertritt Beran A.
Bild: zVg
Laut Anklägerin habe er im Frühling 2024 einen Dreifachanschlag auf „Ungläubige“ zusammen mit dem Mitangeklagten Arda K. und dem in Saudi-Arabien in Haft sitzenden Hasan E. in Dubai, Istanbul und Mekka verüben wollen. Hasan E. zog den Plan durch und beging ein Messerattentat auf einen Sicherheitsbeamten vor der Heiligen Moschee.
Enormes internationales Medieninteresse
Beran A. suchte nach seiner Rückkehr aus Dubai nach neuen potenziellen Anschlagszielen. „Spätestens am 21. Juli 2024 stand sein Entschluss fest, beim geplanten Konzert der US-amerikanischen Sängerin Taylor Swift am 9. August 2024 in Wien einen Terroranschlag im Namen des IS zu begehen“, heißt es in der Anklageschrift. Am 7. August 2024 wurde er nach der Durchsuchung seiner Wohnung festgenommen.
Beim Prozess wird internationale Presse erwartet. Rund 25 Medien, darunter deutsche, belgische und amerikanische, werden Redakteure entsenden. Die „Krone“ berichtet ab 8.50 Uhr auf krone.at live vom ersten Verhandlungstag. Urteile sollen am 21. Mai fallen.
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