Tierheim an der Grenze

Welpen aus Nachbarland werden herzlos ausgesetzt

Niederösterreich
26.04.2026 09:00

Da jenseits der Staatsgrenzen in Tschechien und der Slowakei viele illegale Händler tätig sind, oft sogar mit dubiosen „Kofferraum-Verkauf“, gerät ein Tierheim im Bezirk Mistelbach (Niederösterreich) sowie ihre Mitarbeiter an ihre Grenzen. „Der Umgang mit Tieren, das abnehmende Verantwortungsgefühl sowie die Teilnahmslosigkeit und Lieblosigkeit von vielen Menschen werden immer schlimmer“, schreien sie um Hilfe.

 „Vielleicht können wir zumindest bei einigen Menschen ein Umdenken bewirken, indem wir einmal Klartext über die Situation sprechen“, sagt Andrea Zdrahal, stellvertretende Leiterin des Dechanthofs Mistelbach. Die Anlässe und Vorgeschichten sind oft herzzerreißend: Ein Auto hält an, zwei Hundewelpen werden ausgesetzt, eine Person stellt eine Wasserflasche daneben und fährt weiter.

Diese Szenerie wurde von Tierfreunden beobachtet, welche die armen Wesen dann in den Dechanthof brachten. Bei den „Flash“ und „Groot“ getauften Welpen war es so, dass jene Dame, die beide aufnahm, dann aufgrund von weiteren Krankheiten die Tierrechnung nicht bezahlen konnte – also ging es zurück ins Heim.

Psychische und physische Grenzen
„Es sind gerade solche Fälle, die unsere Mitarbeiter tagtäglich an den Rand ihrer Grenzen bringen, psychisch und auch physisch“, seufzt Zdrahal. „Das Schlimmste dabei ist trotzdem: Eigentlich Leidtragende sind immer die Tiere.“ Momentan sei das Tierheim voll, die Mitarbeiter hätten schlaflose Nächte: „Weil sie nicht aufhören, darüber nachzudenken, wo das Ganze noch hinführen soll.“

Viele Tiere werden krank gebracht 
Man stehe mittlerweile mit dem Rücken zur Wand: Bei vielen Schützlingen ist es auch der Fall, dass sie schon mit Krankheiten befallen von Tierhändlern aus Tschechien und der Slowakei stammen. Zu alt, krank, zu teuer oder einfach nicht mehr gewollt. Und oft dauere es Monate, bis es zu einer Vermittlung komme: „Wir dürfen erst nach einer Wartezeit die Tiere vermitteln.“

Bis dahin hat man es mit leidgeplagten Wesen zu tun, die als „umgänglich“ abgegeben werden, in Wirklichkeit aber psychisch sehr viel Zuneigung brauchen. Auch die Frage nach einem „Umtausch“ auf einen anderen Vierbeiner trifft die Mitarbeiter besonders tief ins (tierliebende) Herz ...

Infos und viele Fell- und Gefiederfreunde auf www.tierheim-dechanthof.at

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