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Sollten Arbeitslose Jobs ablehnen dürfen?

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25.04.2026 16:00
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Von Community

Ein Notstandshilfebezieher verlor seine Bezüge für 42 Tage, da er eine zugewiesene Stelle in einer Wäscherei als „ehrenrührig“ bezeichnet und die Bewerbung aktiv vereitelt hatte. Da die Arbeit laut Gutachten zumutbar war, entfachte der Fall eine hitzige Debatte über Arbeitsmoral im Forum. Wie die „Krone“-Community darüber denkt, lesen Sie hier!

Fehlende Arbeitsmoral
Im Forum wurde die Verweigerung des Mannes mitunter scharf kritisiert. Einige Leser, wie Thinktank-Ableger, verglichen die Situation mit ihren eigenen Erfahrungen und auch andere finden klare Worte zur Arbeitsmoral. „Krone“-Leserin 1960Ulrike verortet das Problem vor allem in der Arbeitsmarktpolitik.

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Thinktank-Ableger
Ich habe in meiner Jugend Jobs angenommen, da wäre die Arbeit in einer Wäscherei der Himmel auf Erden gewesen.
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1960Ulrike
Ich sehe beides, sowohl ein Versagen der Arbeitsmarktpolitik, sonst würde ja niemand, der/ die schon lange keinen Job hat auf die Idee kommen so etwas zu sagen. Aber auch ein gesellschaftliches Problem, im Hinblick auf vermeintlich einfache Tätigkeiten. Übrigens : es gibt für mich keine ehrenrührigen Tätigkeiten. Ehrenrührig ist nur, sich von der Gesellschaft versorgen zu lassen, obwohl man arbeiten könnte.
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Die Arbeit in einer Wäscherei empfand ein Niederösterreicher als „unter seiner Würde“.
Die Arbeit in einer Wäscherei empfand ein Niederösterreicher als „unter seiner Würde“.(Bild: Christian Jauschowetz)

User 8usendernatur fordert drastische Strafen – und aus so manchen Kommentaren klingt Frustration über eine gefühle Ungleichbehandlung bezüglich der eigenen Erwerbstätigkeit durch:

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8usendernatur
Notstandshilfe und Arbeitslosengeld streichen!
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NALS
Wenn man sein Leben lang gearbeitet hat, und erlebt wie die Ämter dann mit einem umgehen, und dann solche Menschen sieht, dann fragt man sich echt, was man falsch gemacht hat!
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Drakonische Strafen: Mehr Schaden als Nutzen
“Krone“-Leser 0M1CHL0 gibt zu bedenken, dass manche Vorschläge allzu drastischer Bestrafungen vermutlich über das Ziel hinausschießen könnten und auf lange Sicht mehr Kosten verursachen als einsparen würden.

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0M1CHL0
Wenn man weitere Maßnahmen setzt laden solche Menschen auf der Straße!
Anstatt Problem zu lösen würden neue größere Probleme geschaffen.
Gefängnis würde auch nur dem Steuerzahler Geld kosten. Und zwar mehr als solche Personen Notstandshilfe beziehen.
Einziger Möglichkeit sehe ich eine bezahlkarte Einführung, auch für solche Menschen. Kein Geld mehr geben die Miete und alles was dazu gehört einholen lassen und ams übernehmen, Rest bezahlkarte was für Person notwendig ist.
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Berufsschutz ausdehnen?
Der Berufsschutz stellt sicher, dass Arbeitslose für einen befristeten Zeitraum keine Stellen annehmen müssen, die deutlich unter ihrem bisherigen Qualifikationsniveau oder außerhalb ihres erlernten Berufsfeldes liegen. Zur Frage, wie lange dieser Schutz gelten soll oder ob er beim Bezug von Notstandshilfe überhaupt noch gerechtfertigt ist, zeigen sich die Leserinnen und Leser gespalten:

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wiseacre
Ich würde den Berufsschutz auf ein Jahr ausdehnen, bei sagen wir 60 Monaten Ausübung inklusive eventueller Lehre. Bei einem kurzzeitigem Engagement in einer Sparte, sogenannten Job- Hoppern finde ich die 100 Tage als ausreichend.
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KroneLeser1401977
Für mich ist der Berufsschutz bei Bezug von Notstandshilfe, welche ja eine Sozial- und nicht mehr eine Versicherungsleistung ist, nicht mehr anwendbar! Hier müsste jede Tätigkeit angenommen werden. Bei Weigerung strickte Streichung des Bezuges!
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Faire Löhne als Lösung?
User Sogehtsned hat einen Vorschlag vorgebracht, der zwar innerhalb der Kommentarspalte nicht dem Konsens der meisten Leserinnen und Leser entsprach, aber dennoch für interessante Diskussionen sorgte: Wäre es möglich, die Arbeitsmoral von Langzeitarbeitslosen durch fairerere Löhne zu erhöhen?

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Sogehtsned
Die Aussage ist natürlich nicht okay aber warum sollten Menschen gezwungen werden Jobs anzunehmen von denen sie nichtmal leben können und nach Abzug der Fahrtkosten wahrscheinlich noch weniger Geld zur Verfügung haben als wenn sie Notstandshilfe bekommen? Da rennt doch auch was verkehrt.
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Sogehtsned
Nein mein ich nicht.. das ist die bittere Realität. Ich verstehe jeden der zuhause bleibt statt einen Job zu machen der maximal dasselbe am Ende des Monats bringt als Notstandshilfe. Solche Arbeitgeber die so miese Löhne zahlen haben keine Arbeitskräfte verdient.
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Was bedeutet Arbeitswürde für Sie persönlich? Wo ziehen Sie die Grenze zwischen einer zumutbaren Tätigkeit und einer Arbeit, die Sie als „unter Ihrer Würde“ empfinden würden? Ab wann ist ein Jobangebot „unzumutbar“? Tragen Arbeitgeber mit zu niedrigen Löhnen Ihrer Meinung nach eine Mitverantwortung? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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