Bis zu 2 Mio. Dollar

Straße von Hormuz: Iran will Maut für jedes Schiff

Wirtschaft
08.04.2026 07:29

Offiziell sind die zehn Bedingungen des Iran noch nicht bekannt, auf deren Basis US-Präsident Donald Trump zugestimmt hat, zu verhandeln. Einige Forderungen sind aber bereits durchgesickert. Eine ist besonders brisant: Der Iran will jedem Schiff, das die Straße von Hormuz passiert, Maut abknöpfen.

Jedes dauerhafte Friedensabkommen müsse Teheran das Recht einräumen, Gebühren für Schiffe zu erheben, die die Meerenge passieren, erklärte ein hochrangiger iranischer Beamte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Höhe der Maut solle vom Schiffstyp, der Fracht und weiteren Bedingungen abhängen, so der Beamte, ohne ins Detail zu gehen.

Soll Maut mit Oman teilen
Laut „New York Times“ verlangt der Iran für jedes Gefährt, das das Öl-Nadelöhr passiert, zwei Millionen Dollar (rd. 1,7 Mio. Euro). Die Maut wolle er sich dann mit dem Oman teilen, der an der anderen Seite der Straße von Hormuz liegt. Bisher galt die Meerenge als internationale Schifffahrtsstraße, bei der kein Staat Mautgebühr erhebt.

Diesen Frachter ließ der Iran im März passieren, jetzt fordert Teheran für jedes Schiff eine ...
Diesen Frachter ließ der Iran im März passieren, jetzt fordert Teheran für jedes Schiff eine Maut ein, wenn die Straße von Hormuz geöffnet werden soll.(Bild: AFP/STR)

Der iranische Plan: Die Einnahmen sollen dann verwendet werden, um Infrastruktur, die von den USA und Israel zerstört wurde, wieder aufzubauen – im Gegenzug will man auf Reparationszahlungen verzichten.

Zahlbar in Yuan oder Krypto-Währung
Die Straße von Hormuz war in den vergangenen Wochen nicht vollständig gesperrt, Schiffe einer Reihe von vor allem asiatischen Staaten ließ das Mullah-Regime durch. Von einigen Frachtern wurde unbestätigten Berichten zufolge bereits eine Maut von zwei Millionen Dollar eingefordert, zahlbar in chinesischen Yuan oder Krypto-Währung. Mindestens ein Schiff soll die Zahlung auch geleistet haben.

Vorerst will der Iran die Straße von Hormuz jedenfalls öffnen, ohne dass er Gebühren einhebt. Das war Bedingung Trumps für die zweiwöchige Feuerpause. Irans Außenminister Abbas Araqchi erklärte, der Schiffsverkehr werde in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen wieder ermöglicht. Ob die vom Iran geforderte Maut tatsächlich kommt, ist Gegenstand von Verhandlungen, die am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad starten sollen.

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