„Helfen rettet Leben“

Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr

Niederösterreich
09.03.2026 11:00

Es ist farblos, geruchslos und geschmackslos: Doch Kohlenmonoxid birgt eine tödliche Gefahr. Die Vergiftungssymptome ähneln denen einer Grippe. Die Experten von Rotem Kreuz und Samariterbund erklären im neuesten Teil der Serie „Helfen rettet Leben“, wie man als Ersthelfer richtig reagiert.

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein: Ganz schleichend treten die ersten Symptome auf. Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung bleibt vorerst unbemerkt. Das farb- und geruchlose Gas ist aber äußerst gefährlich und kann innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen. Die Ursache können defekte oder schlecht gewartete Gasthermen sein, es kann aber auch durch ein Brandgeschehen oder Autoabgase entstehen. 

Auch in diesem Falle gilt: Notfälle können immer und überall passieren. „Kohlenmonoxid kann man weder sehen noch hören oder riechen. Doch schon kleine Mengen dieses Gases können lebensgefährlich sein“, wissen die beiden Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund).

Die Rettung versorgt den Betroffenen.
Die Rettung versorgt den Betroffenen.(Bild: Attila Molnar)
Kohlenmonoxid – die schleichende Gefahr. Oft sind defekte Gasthermen die Ursache.
Kohlenmonoxid – die schleichende Gefahr. Oft sind defekte Gasthermen die Ursache.(Bild: Attila Molnar)
(Bild: Attila Molnar)

Doch wie erkennt man einen CO-Unfall?

„Kohlenmonoxid-Vergiftungen können in Wohnungen oder Häusern auftreten“, erklärt Radschopf. Also in geschlossenen Räumen, in denen eine unvollständige Verbrennung von Öl, Gas oder anderen Brennstoffen stattfindet. Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauch- schmerzen oder fühlen sich einfach müde. „Dabei denken viele zunächst an einen grippalen Infekt oder auch an eine Erschöpfung“, erklärt Praska. Klagen mehrere Personen über ähnliche Symptome, sollte man jedenfalls an die Möglichkeit einer Vergiftung denken – eben auch an eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • sofortiger Notruf
  • achten Sie auf den Selbstschutz (Frischluftzufuhr, Fenster öffnen)
  • Giftkontakt beenden: Betroffenen und sich selbst aus dem Gefahrenbereich bringen, Feuerwehr verständigen 
  • Atmung und Kreislauf des Betroffenen beobachten

Und wie handelt man richtig?
Im Fall der Fälle sei es wichtig, den Raum so schnell wie möglich zu verlassen, da das Kohlenmonoxid den Sauerstoff-Transport im Blut stört. Dadurch werden das Gehirn oder andere Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Folge: Bewusstlosigkeit, oder im schlimmsten Fall sogar der Tod. Daher: Umgehend den Notruf wählen, die Rettung verständigen, beim Betroffenen bleiben (nur wenn es gefahrlos möglich ist) und den Notfallcheck durchführen. Und unbedingt für Frischluft sorgen oder am besten den Raum ganz verlassen.

„Nur wer selbst sicher ist, kann helfen“
Falls es nicht möglich ist, die Person und sich selbst aus dem Gefahren- bereich zu retten, dann umgehend die Feuerwehr alarmieren. „Denk daran: Nur wenn du in Sicherheit bist, kannst du sicher helfen“, betont Radschopf. Wenn die Person nicht ansprechbar beziehungsweise bewusstlos ist, dann umgehend in die stabile Seitenlage bringen. Wenn die Person nicht mehr atmet, mit der Wiederbelebung beginnen.

Kohlenmonoxid-Warner können Leben retten
Ein Tipp zur Prävention: Als Vorkehrungsmaßnahme können CO-Warner montiert werden. Diese schlagen im Fall der Fälle Alarm und sind schnell und einfach einsetzbar. 

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Radschopf.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt