50 Tiere wurden Anfang der Woche im Stall eines Landwirtes in Steinerkirchen an der Traun (Oberösterreich) konfisziert, nun droht die Angelegenheit juristisch zu eskalieren. Denn auch Tierschützer kritisieren nun die Behörde.
Von den 50 Schafen, die in Steinerkirchen/Traun am Montag behördlich abgenommen wurden, wird man noch oft hören. Denn der Rechtsvertreter des ehemaligen Besitzers überlegt, die Behörde zu klagen, weil bei der Abnahme grobe Fehler geortet werden.
So seien ein erst drei Tage altes Lämmchen und zumindest zwei hochträchtige Schafe mitgenommen worden – drei Lämmer kamen bei der Pfotenhilfe Lochen zur Welt. Diese Tiere gelten als nicht transportfähig. Weiters seien die Schafe bei der Abnahme unnötig „herumgescheucht“ und am Fell hochgezogen worden, so die Vorwürfe des Besitzers.
„Sind grundsätzlich auf gütliche Einigung aus“
All diese Punkte werden geprüft. „Wir sind auf eine gütliche Einigung mit der BH Wels-Land aus, damit mein Mandant seinen Hof weiterführen kann. Wir sind aber auch bereit, alles durchzukämpfen“, sagt Jurist Benjamin Biberhofer.
Inzwischen meldete sich auch die Pfotenhilfe zu Wort, wo die Schafe am Mittwoch untersucht wurden. Dabei kam heraus, dass es zwar vereinzelte Erkrankungen gibt, aber der Zustand der Herde im Großen und Ganzen gut ist. „Auch unser Tierarzt versteht die Abnahme nicht“, hinterfragt auch Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe das Vorgehen der Bezirkshauptmannschaft.
Happy End für „Manni“
Eine andere tierische Geschichte ging dafür gut aus: In Wels wurde Schafbock „Manni“ aus einem Pkw-Kofferraum in einer Tiefgarage gerettet. „Manni“ wurde zur Sicherheit ins Tierheim Freistadt gebracht. Dort darf das Waldschaf nun bleiben, der Besitzer unterschrieb eine Verzichtserklärung.
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