Die Obfrau der Tiroler Reisebüros zeichnet ein Stimmungsbild. Wegen der steigenden Preise aufgrund des Nahostkonflikts warten viele mit einer Buchung derzeit ab. „Es ist sehr ruhig“, sagt Nina Haberl.
„Tiroler sind heiß auf das Verreisen“ titelte die „Krone“ im Jänner. Vor Medienvertretern präsentierte Nina Haberl, die Obfrau der Reisebüros in der Wirtschaftskammer und Geschäftsführerin von Haberl Tours in Igls, gegen Ende des ersten Monats im neuen Jahr die Trends für den heurigen Sommerurlaub. „Es geht spürbar aufwärts mit den Buchungsnachfragen“, strahlte sie damals.
Es ist sehr ruhig in den Reisebüros. Wegen der Teuerung durch den Nahostkonflikt warten viele mit einer Buchung ab.

Nina Haberl, Obfrau der Tiroler Reisebüros
Bild: Manuel Schwaiger
Dieses Strahlen ist mittlerweile verblasst, weil sich zwischenzeitlich die geopolitische Lage durch den Iran-Krieg verschlechtert hat. „Es ist sehr ruhig in den Reisebüros“, sagt Haberl im Telefonat mit der „Krone“ mit einem hörbaren Seufzer. „Viele warten aufgrund der Teuerung und des Konflikts jetzt erst einmal ab.“
„Hoffen, dass es billiger wird, bringt nichts“
Gänzlich zum Erliegen gekommen sind natürlich Anfragen nach den Arabischen Emiraten. „Jene, die derzeit nicht abwarten und trotzdem buchen, setzen auf die Klassiker, also Italien, Kroatien, Griechenland und Spanien“, meint Haberl. Wer das nötige Geld hat und im Sommer verreisen möchte, „sollte das auch tun und buchen. Zuwarten, in der Hoffnung, dass es billiger wird, bringt nichts“, mutmaßt sie.
„Acht-Prozent-Klausel gibt es schon lange“
Und die Obfrau gibt auch Entwarnung bezüglich etwaiger Sorgen, dass ein Flug – heute gebucht – wegen steigender Ölpreise plötzlich sprunghaft teurer wird. „Ja, es gibt eine Klausel bei den Airlines, dass ein Flug – je nach Situation – nachträglich um maximal acht Prozent teurer oder auch günstiger werden kann. Diese Klausel gibt es aber schon lange und sie wurde erst einmal angewandt.“ Abschließend betont Haberl, dass das Kerosin schon vor langer Zeit gekauft wurde, „es handelt sich ja um Termingeschäfte“.
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