Trump wütet weiter:

„Kann jemand Papst Leo sagen, dass der Iran …“

Außenpolitik
15.04.2026 08:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Als ob er nicht schon genügend Kontrahenten in der internationalen Politik hätte, hat sich nun US-Präsident Donald Trump auch mit Papst Leo XIV. angelegt. Dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat der mächtige Mann im Weißen Haus offenbar als persönlichen Angriff auf dessen Außenpolitik gewertet. Seitdem führt der US-Präsident einen verbalen Angriff nach dem anderen auf den Pontifex. Nun hat Trump mit Blick auf den Iran erneut nachgelegt.

„Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“, schrieb Trump am späten Dienstag auf seiner Plattform Truth Social. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass der Iran über eine Atombombe verfüge.

Brutale Niederschlagung der Proteste
Ende Dezember hatten Proteste begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor.

US-Staatschef Donald Trump befindet sich im verbalen Infight mit Papst Leo XIV.
US-Staatschef Donald Trump befindet sich im verbalen Infight mit Papst Leo XIV.(Bild: AFP/NATHAN HOWARD)
Derzeit gilt im Iran eine Waffenruhe.
Derzeit gilt im Iran eine Waffenruhe.(Bild: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)

Papst Leo XIV. forderte am Sonntag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich scharf und nannte sie „wirklich inakzeptabel“. Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf.

Trump glaubt, dass der Iran-Krieg „fast vorbei ist“
Was den Iran betrifft, so meinte Trump am Dienstag gegenüber dem US-Sender Fox News: „Ich glaube der Krieg ist fast vorbei.“ Der Republikaner hatte zuvor eine mögliche neue Gesprächsrunde mit dem Iran in den kommenden Tagen angedeutet. Die „New York Post“ zitierte Trump am Dienstag mit den Worten, „in den nächsten zwei Tagen“ könne Bewegung in die Sache kommen. Eine erste Verhandlungsrunde am Wochenende war ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormuz an, die am Montagnachmittag in Kraft trat.

UNO-Generalsekretär António Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten. Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. „Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind“, erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung. 

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