Nach dem Hunde-Angriff auf zwei Spaziergänger in Bad Loipersdorf herrscht im oststeirischen Thermenort Betroffenheit. Die Opfer, zwei Thermengäste aus Graz-Umgebung, dürften ohne allzu schwere Verletzungen davongekommen sein, der Vorfall wirft dennoch Fragen auf.
Bürgermeister Herbert Spirk eilte mit einem Gemeindemitarbeiter an den Ort des Geschehens, als er am Freitag von der Attacke der vier Hunde auf die Spaziergänger im Alter von 43 und 45 Jahren erfuhr. Die Besitzer der drei Rottweiler und des Hirtenhundes, die das Paar am Vortag gegen 20 Uhr angefallen hatten, seien von dem dramatischen Vorfall betroffen, sagt Spirk.
Besitzer waren zu Fronleichnam auf Geburtstagsfeier
Alle Hunde seien offiziell angemeldet, auf dem Grundstück, auf dem auch zwei Pferde gehalten würden, sei ein Zwinger vorhanden. Die Besitzer hätten sich am Fronleichnamstag gegen 15 Uhr zu einer Geburtstagsfeier begeben. Als sie um 20 Uhr nach Hause kamen, seien die Hunde entwischt, so Spirk – womöglich durch eine undichte Stelle im Zaun, das sei noch nicht ganz klar.
Die Besitzer versuchten noch, die Hunde zurückzurufen – ohne Erfolg: Das Quartett stürmte über eine Pferdekoppel und einen Acker auf die Spaziergänger zu, die auf der Landesstraße unterwegs waren. Die beiden Opfer wurden jeweils mehrfach an Armen und Beinen gebissen und mit Verletzungen unbestimmten Grades nach der Erstversorgung im LKH Fürstenfeld behandelt.
Polizei musste wegen Hunden schon einmal einschreiten
Die Halter hätten ihm gegenüber angegeben, neben dem Zwinger eine zweite Schutzvorrichtung einzuziehen, damit sich derartige Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen können, so der Bürgermeister. Allerdings wies er gegenüber der „Krone“ auch darauf hin, dass die Polizei bereits 2023 wegen eines – weniger dramatischen – Angriffs der Hunde einschreiten musste.
Wir wollen, dass sich Einheimische und Gäste bei uns sicher fühlen.

Herbert Spirk, Bürgermeister Bad Loipersdorf
Bild: STVP
Jedenfalls nahm Spirk die Attacke zum Anlass, die Gemeindebürger an die gesetzlichen Grundlagen zur Hundehaltung zu erinnern – und auf den Umstand, dass bei Verstößen die Abnahme der Tiere drohen kann. Noch am Freitag hat er ein entsprechendes Schreiben aufgesetzt und verschickt. „Schließlich wollen wir als Tourismusort, dass sich bei uns die Einheimischen und auch unsere Gäste sicher fühlen“, sagt Spirk zur „Krone“.
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