Der Lufthansa-Pilotenstreik geht am Dienstag in den zweiten Tag – auch einige Flüge von und ab Österreich sind betroffen. Eine weitere Gewerkschaft hat für Mittwoch und Donnerstag bereits zum nächsten Ausstand ausgerufen. Das kommt für den Konzern zur denkbar ungünstigsten Zeit: Der Streik wird wohl die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Lufthansa erheblich stören.
Die Vereinigung Cockpit (VC) setzte ihren am Montag begonnenen Pilotenstreik fort. Betroffen sind laut Gewerkschaft weiterhin die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. In Salzburg wurden für Dienstag jeweils drei Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt gestrichen, in Wien wurden zwei Frankfurt-Flüge gecancelt.
Reisende aus Österreich, die über die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt oder München einen Kurz- oder Langstreckenflug gebucht haben, sind vom Streik betroffen. Die Pilotinnen und Piloten des Ferienfliegers Eurowings sollten hingegen am Dienstag ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Dann kommt es allerdings am Mittwoch und Donnerstag bereits zum nächsten Ausstand. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch überschattet.
Die Lufthansa versucht in sozialen Medien gute Stimmung zu verbreiten und postet historische Aufnahmen zum 100-Jahr-Jubiläum:
Bei dem Festakt zum Jubiläum werden hohe Gäste erwartet, darunter der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Deren Anreise könnte sich durch den Streik erheblich erschweren. Die Kabinengewerkschaft plant neben der Arbeitsniederlegung auch eine Kundgebung vor der Konzernzentrale am Flughafen Frankfurt – im direkten Umfeld der Jubiläumsfeier.
Hunderte Lufthansa-Flüge in Frankfurt und München gestrichen
An den großen Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für Dienstag erneut jeweils hunderte Starts und Landungen abgesagt. An jedem Streiktag sind mehrere zehntausend Passagiere gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern. Es handelt sich bereits um die dritte Streikrunde der Piloten im laufenden Jahr. In der vergangenen Woche hatten zudem die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter gestreikt.
Zwischen den Tarifparteien sind die Fronten verhärtet. Während die VC Angebote zu den strittigen Fragen um Betriebsrenten und Einkommen verlangt, lehnt das Management deutliche Kostensteigerungen bei der Kerngesellschaft ab. Jeder Streik verkleinere die betroffene Fluggesellschaft, hatte Personalchef Michael Niggemann gewarnt.
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