Die Spritpreisbremse an den Tankstellen hat immerhin dazu beigetragen, dass keine Panik entstanden ist und kaum Versorgungsengpässe aufgetreten sind.
Abseits dieser Realität spielt sich freilich ein Krieg der Worte ab. Im Finanzministerium wittert man „Übergewinne der Mineralölkonzerne und ungerechtfertigte Gewinnspannen“. Ach, so ist das? Nun, wer kassiert da am meisten ab? Welcher Ölmulti gehört als erster an den Preis-Pranger? Her mit den Namen!
Der OMV-Chef Alfred Stern hat in seiner trockenen Art eine klare Antwort darauf: „Es gibt kein anderes Produkt, das für das tägliche Leben notwendig ist, das so hoch besteuert wird wie Treibstoffe. Wenn Sie heute für einen Liter Super zum Beispiel 1,70 Euro bezahlen, fließen sofort 90 Cent an den Finanzminister.“
Nicht nur das: Es gibt die Mineralölsteuer, die CO₂-Steuer und selbstverständlich auch noch die Mehrwertsteuer. Die OMV hat mit Treibstoffen ein operatives Ergebnis von 1,1 Milliarden Euro erzielt, der österreichische Staat hat im Gegenzug 2,6 Milliarden Euro an Steuern von der OMV bekommen.
Wer kassiert da „Übergewinne“? Der OMV-Chef im Interview: „Die OMV könnte Sprit um 80 Cent verkaufen.“ Wenn, ja, wenn die extreme Besteuerung nicht wäre.
Hinter dem Gebüsch sitzen schon die Ideologen und rufen: „Haltet den Dieb“. Wen meinen sie damit? Es ist der Staat, der vollkommen ungeniert von uns allen abkassiert!
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