Luxuslabel im Umbruch

Designer Stefano Gabbana tritt als D&G-Chef zurück

Star-Style
10.04.2026 11:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Stefano Gabbana, der Mitgründer des italienischen Modehauses Dolce & Gabbana, hat den Posten des Verwaltungsratspräsidenten abgegeben. Seine Agenden übernimmt Alfonso Dolce, Bruder des Mitgründers Domenico Dolce, wie die Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf Bloomberg berichtet.

Das Modehaus befindet sich damit in einer strategisch bedeutenden Phase. Hintergrund sind laufende Verhandlungen mit Banken über eine umfassende Restrukturierung der Verbindlichkeiten.

Insgesamt geht es um Schulden in Höhe von rund 450 Millionen Euro. Zusätzlich prüft das Unternehmen die Aufnahme neuer Finanzmittel von bis zu 150 Millionen Euro, um die Liquidität zu stärken. Auch der mögliche Verkauf von Immobilien sowie die Verlängerung von Lizenzvereinbarungen stehen demnach zur Diskussion.

Madonna ist nur einer der zahlreichen Stars, die Fans von Dolce & Gabbana sind.
Madonna ist nur einer der zahlreichen Stars, die Fans von Dolce & Gabbana sind.(Bild: AP/Antonio Calanni)

Das Mailänder Modehaus wird weiterhin von den Gründern Domenico Dolce und Stefano Gabbana kontrolliert, die jeweils rund 40 Prozent der Anteile halten. Auch mit seiner kreativen Arbeit soll Gabbana dem Label erhalten bleiben, heißt es.

Umsatz des Modehauses beträgt fast 2 Mrd. Euro
Das 1985 gegründete Unternehmen arbeitet laut Bericht mit der Investmentbank Rothschild als Finanzberater zusammen. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte die Gruppe demnach einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. Euro.

Auslöser der aktuellen finanziellen Neuordnung ist laut Bloomberg das verlangsamte Wachstum im Luxussegment, das durch geopolitische Spannungen zusätzlich belastet wird. In diesem Umfeld geraten mehrere italienische Modehäuser unter Druck.

Zur Stärkung des Managements wird zudem der Name des ehemaligen Gucci-Chefs Stefano Cantino als möglicher Kandidat genannt. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit einen möglichen Einstieg eines Minderheitsinvestors oder einen Börsengang nicht ausgeschlossen.

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