Das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Politik ist mäßig: Laut einer aktuellen Umfrage vertraut gerade einmal jede vierte befragte Person (25 Prozent) der Bundesregierung. Etwas bessere Werte haben die jeweilige Landesregierung (35 Prozent), die Gemeindevertretung (44 Prozent) und der ORF (45 Prozent).
Befragt wurden 1000 Personen über 16 Jahre von „Das Zielgruppen Büro“. Demnach ist der ORF für etwa gleich viele Befragte glaubwürdig beziehungsweise unglaubwürdig (45 beziehungsweise 47 Prozent). An der Spitze des Vertrauensrankings landet die Polizei mit 82 Prozent. Starke Werte gibt es auch für die Arbeiterkammer (79 Prozent) und das Bundesheer (70 Prozent). Einen passablen Wert hat die Wirtschaftskammer (54 Prozent). Allerdings wollten viele Befragte zur Wirtschaftskammer gar keine Einschätzung abgeben, da sie im Leben vieler Menschen offenbar keine so große Rolle spiele, sagte Studienleiter Matthias Rohrer.
Deutlich schlechtere Ergebnisse erhielten Politikerinnen und Politiker. Jede vierte Person vertraut laut eigener Aussage der Bundesregierung, etwas mehr als jede dritte (35 Prozent) der jeweiligen Landesregierung. Selbst bei der Gemeindevertretung sind es lediglich 44 Prozent. Am Ende des Rankings finden sich neben der Bundesregierung auch die EU und Industriellenvereinigung. Dennoch ist das Interesse der Befragten an der Politik groß: Sieben von zehn Personen (70 Prozent) bezeichnen sich als sehr oder eher interessiert.
Begrenzte Einflussmöglichkeiten
Der Glaube, selbst etwas bewirken zu können, ist jedoch eingeschränkt. Das hält weniger als jede fünfte Person (17 Prozent) für möglich. 45 Prozent sind hingegen der Ansicht, sie hätten wenig oder keine Einflussmöglichkeiten. Beim eigenen Engagement sind jene Aktivitäten am beliebtesten, die nicht viel Aufwand bedeuten, sprich das Unterschreiben von Petitionen und die Teilnahme an einer Volksbefragung. Einige (37 Prozent) zeigen sich bereit, bestimmte Produkte zu boykottieren. Fast jede dritte Person (31 Prozent) kann sich vorstellen, in einem gemeinnützigen Verein aktiv zu werden. In einer politischen Partei mitzuarbeiten, kommt nur für jede fünfte Person (19 Prozent) infrage.
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