Nach der Verkündung der Waffenruhe im Krieg der USA und Israels gegen den Iran am Mittwoch gibt es nun die erste Erholung an der Tankstelle. Obwohl der Preis für Rohöl bereits am Mittwochabend gefallen war, kam der Effekt erst am Donnerstag um 12 Uhr bei den Autofahrern an. Warum die Preise am Freitag wieder steigen könnten ...
Nach der Waffenruhe im Iran-Krieg am Mittwoch gibt es nun auch die erste Erholung an der Zapfsäule. Nachdem der Preis für Benzin und Diesel an den internationalen Märkten bereits am Mittwochabend gefallen war, kam der Effekt am Donnerstag um die Mittagszeit bei den Autofahrern an.
Die „Krone“ hat die Preise bei einer Tankstelle im Norden Wiens verglichen. Dort betrug die Verbilligung bei Super 8 Cent, bei Diesel 3 Cent je Liter. Laut Öamtc gab es aber auch deutlich stärkere Rückgänge.
Einzelne Stationen um bis zu 21 Cent je Liter billiger
Zu den Spitzenreitern dürfte eine Tankstelle in Mödling (Niederösterreich) zählen. Dort wurde Diesel gestern zu Mittag von 2,15 Euro auf knapp unter 1,94 Euro je Liter reduziert – ein Minus von rund 21 Cent.
Aufgrund der mit 1. April in Kraft getretenen Verordnung, die die Margen der Mineralölunternehmen begrenzen soll, müssen die Tankstellen die gesunkenen Einkaufspreise an die Konsumenten weitergeben. Außerdem sind Erhöhungen nur mehr montags, mittwochs und freitags zu Mittag erlaubt.
Viele hatten schon einen Preisrückgang am Mittwoch zur Mittagszeit erwartet. Der Grund für die verspätete Weitergabe: Die Preise für den Treibstoff, der am nächsten Tag zu Mittag an den Tankstellen erhältlich ist, werden am Vortag zwischen 19 Uhr und Mitternacht errechnet. Fällt der Preis für Rohöl dann beispielsweise in der Nacht, kann dieser erst am darauffolgenden Tag berücksichtigt werden.
Berechnung der Spritpreise
Die Preise an der Tankstelle orientieren sich nicht direkt am aktuellen Rohölpreis, sondern an sogenannten Marktpreisen für fertigen Sprit (Benzin/Diesel). Diese werden von Agenturen wie Platts und Argus berechnet, daran orientieren sich die weltweiten Preise.
Viele Mineralölunternehmen nutzen genau den berechneten Durchschnitt vom Vorabend, den die Agenturen ausgeben, als Grundlage für ihre Preise am nächsten Tag. Deshalb: Wenn der Rohölpreis in der Nacht fällt, sieht man das nicht sofort an der Tankstelle, weil der relevante Marktpreis für diesen Tag schon vorher festgelegt wurde. Erst wenn sich diese Marktpreise am nächsten Tag ändern, wirkt sich das auf die Spritpreise aus. Von den Verkaufspreisen müssen dann verpflichtend aufgrund der Spritpreisbremse fünf Cent abgezogen werden, was die Gewinnspanne verringern soll.
Am Freitag könnte es wieder teurer werden
Weil trotz Waffenruhe die Lage im Nahen Osten sehr angespannt ist, ging es am Donnerstag dann an den Fertigproduktbörsen wieder hinauf. Öamtc-Experte Dominik Graf rechnet, dass am Freitag zu Mittag viele Tankstellen wieder erhöhen werden.
Sein Tipp: Besser vorher noch schnell tanken. Am Donnerstag kostet Diesel im besten Fall 1,92 Euro je Liter, Super ist ab rund 1,65 Euro zu bekommen. Die günstigsten Bundesländer sind Oberösterreich, Kärnten und die Steiermark.
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