Mensik in Epos weiter

Nach dem Matchball musste Rollstuhl geholt werden

Tennis
27.05.2026 19:05

Nächstes Drama in der brutalen Sonne der French Open! Jakub Mensik und Federico Navone bekämpften sich bei über 30 Grad 4:41 Stunden lang. Der Tscheche verwertete im Match-Tiebreak erst seinen achten Matchball zum 13:11 – und brach dann auf dem Platz zusammen. „Mein Körper hat einfach abgeschaltet“, sagte er später.

Es war ein Match, das als eng erwartet worden war. Jakub Mensik kann an guten Tagen fast jeden schlagen, wie er etwa bei seinem Miami-Titel 2025 bewiesen hatte, Federico Navone ist getreu seiner argentinischen Herkunft ein Sandplatz-Spezialist. Und die beiden warfen gegenenander auf Court 6 von Roland Garros alles aufeinander was sie hatten.

Am Ende war bei Mensik der Tank wirklich komplett leer. Bei 5:4 im fünften Satz hatte er bereits zwei Matchbälle vergeben, im Laufe des Match-Tiebreaks kamen fünf weitere dazu. Dann prügelte der 20-Jährige eine gewaltige Vorhand genau in die Ecke. Wie sie einschlug, sah er schon nicht mehr, da lag er bereits mit dem Rücken auf dem Sand.

Auch Handshake im Liegen
Das Publikum feierte ihn für seinen wilden 6:3, 2:6, 6:4, 1:6, 7:6 (11)-Sieg, doch Mensik kam nicht auf. Minutenlang blieb er liegen, empfing auch das Handshake durch den auf die andere Seite gekommenen Navone im Liegen. Schließlich wurde sogar ein Rollstuhl auf den Platz geschoben. Da konnte Mensik – mit Unterstützung der ebenfalls herbeigeeilten Ärzte – endlich wieder aufstehen.

„Es ist einfach krank, bei dieser Hitze zu spielen“, machte der Tscheche die Bedingungen mitverantwortlich für seine Krämpfe und den schließlichen körperlichen Zusammenbruch. Ab dem vierten Satz hatte er kein Wasser mehr trinken können, weil es ihm hochkam, das rächte sich.

Nächster Gegner hatte spielfrei
„Es wird nie einen Sieg geben, nachdem ich nicht lächeln kann“, konnte der Weltranglisten-27. sich trotzdem freuen. Doch wie soll er bis zu seinem Drittrunden-Match am Freitag fit werden?Gegner Alex de Minaur erlebte genau das Gegenteil. Er sparte sich seine Zweitrunden-Partie, weil Alex Blockx sich im Training verletzt hatte. 

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