Droht mit Zerstörungen

Keine freie Fahrt: Iran behält Hormuz im Griff

Außenpolitik
08.04.2026 16:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz der vereinbarten Feuerpause bleibt eines der wichtigsten Nadelöhre der Welt unter strenger Aufsicht: Die Passage durch die Straße von Hormuz weiterhin nur eingeschränkt möglich. Erste Schiffe wagen sich wieder durch – aber nur unter klaren Bedingungen aus Teheran.

Nach Angaben des iranischen Staatsenders Irib unterliegt der Schiffsverkehr weiterhin „technischen Beschränkungen“ sowie einer verpflichtenden Abstimmung mit den iranischen Streitkräften. Außenminister Abbas Araqchi bestätigte demnach, dass die Kontrolle über die strategisch wichtige Passage aufrechterhalten bleibt.

Iran droht weiter, Schiffe zu zerstören
Am Mittwoch passierte erstmals seit Beginn der Waffenruhe wieder ein Schiff die Meerenge. Allerdings dürfen Schiffe laut Berichten nur nach offizieller Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und iranische Hoheitsgewässer durchqueren.

Die Infografik zeigt die Bedeutung der Straße von Hormuz als wichtige Frachtroute mit zahlreichen Öl- und Gasfeldern, Raffinerien und Pipelines in der Region. Das Balkendiagramm darunter stellt die täglichen Schiffspassagen von Februar bis April dar. Nach Kriegsbeginn Anfang März kommt der Schiffsverkehr durch die Meerenge zum Erliegen. Quelle: Port Watch.
Erste Schiffe konnten bereits durch – doch Hormuz bleibt streng überwacht.
Erste Schiffe konnten bereits durch – doch Hormuz bleibt streng überwacht.(Bild: AFP/GIUSEPPE CACACE)

Das „Wall Street Journal“ zitierte ein Besatzungsmitglied, wonach per Funk klargestellt worden sei: Eine Genehmigung der Sepah-Marine – dem maritimen Arm der iranischen Revolutionsgarden – sei zwingend erforderlich. Andernfalls drohe Zerstörung des Schiffes.

Trump stellte klare Bedingung
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor betont, dass eine „vollständige, unverzügliche und sichere“ Öffnung der Straße von Hormuz Bedingung für die beidseitige Waffenruhe sei. Der Iran signalisierte zwar Bereitschaft zur Öffnung, knüpft diese jedoch klar an Auflagen.

Verkehr kommt nur langsam wieder in Fahrt
Unterdessen zeigen Daten des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic erste Anzeichen einer Belebung des Verkehrs. Dennoch bleibt die Lage fragil: Laut einem Insider, der an Gesprächen beteiligt ist, könnte die Meerenge frühestens Donnerstag oder Freitag wieder freigegeben werden – vorausgesetzt, es kommt zu einer Einigung auf ein Rahmenabkommen.

Auch dann dürfte die Passage nur eingeschränkt möglich sein. „Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär zwingend erforderlich sein“, hieß es aus Verhandlungskreisen.

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