Elf Insassen verletzt

Drei Jahre Haft für rasenden Schlepper ohne Schein

Burgenland
08.04.2026 11:25

Ein 21-jähriger Pakistani, der noch nie einen Führerschein besessen hat, schleppte elf Personen in einem Pkw ins Burgenland. Er hatte Cannabis geraucht, war der Polizei mit 200 km/h davongerast und detonierte schließlich mit dem Auto in einer Hausmauer in Andau. Zwei Insassen wurden schwer verletzt.

Dieser Schlepper hatte nach der Nacht auf 13. Oktober 2025 für Schlagzeilen gesorgt: Der Pakistani hat nie in seinem 21-jährigen Leben einen Führerschein besessen. Er rauchte vor der Fahrt von Ungarn nach Österreich einen Joint. Er schlichtete elf Personen aus der Türkei und Afghanistan in einen Opel Vectra, darunter zwei Mädchen im Alter von sieben und zehn Jahren. Drei Migranten lagen im Kofferraum. Er lieferte sich mit der ungarischen Polizei mit Tempo 200 eine Verfolgungsjagd. Der Wagen detonierte in Andau, Bezirk Neusiedl am See, in einer Hausmauer. Sämtliche Insassen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Er selbst musste eine Nacht im Spital verbringen und wurde dann in die U-Haft nach Eisenstadt verfrachtet. Von ebendort führte man den Mann am Mittwoch zum Prozess vor.

Der Schlepper wurde aus der U-Haft zum Prozess vorgeführt. Dort sitzt er seit einem halben Jahr.
Der Schlepper wurde aus der U-Haft zum Prozess vorgeführt. Dort sitzt er seit einem halben Jahr.(Bild: Harald Schume, Krone KREATIV)

Auf der Anklagebank tischt der Mann eine altbekannte Geschichte auf. Er habe Geld gebraucht. Ein Freund soll gemeint haben: „Ich kenne wen, der dir helfen kann. Es ist ganz einfach.“ Der 21-Jährige fand sich „in einem Dschungel in der Nähe von Budapest“ wieder. Nein, nachgedacht habe er nicht, als Mensch um Mensch in den Wagen kraxelte. „Mein Auftrag war nur, sie nach Wien zu bringen.“ Der Freund sei zur Absicherung hinter ihm gefahren.

„Gib Gas! Nicht stehenbleiben!“
Als die ungarische Polizei auf den hoffnungslos überladenen Pkw aufmerksam wurde und mit Folgetonhorn und Blaulicht die Verfolgung aufnahm, habe er via What’s App Nachrichten vom Freund erhalten. „Gib Gas! Nicht stehenbleiben! Daran habe ich mich gehalten.“ Bis diese Rechtskurve kam ...

Der bislang unbescholtene Mann, der sich vollinhaltlich schuldig bekannt hat, fasst wegen Schlepperei, vorsätzlicher Gemeingefährdung und Körperverletzung drei Jahre Haft aus. Die Hausbesitzerin erhält 1000 Euro für die Instandsetzung der ramponierten Mauer. Das Urteil ist rechtskräftig.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

9° / 16°
Symbol bedeckt
7° / 17°
Symbol bedeckt
10° / 17°
Symbol bedeckt
10° / 17°
Symbol bedeckt
9° / 16°
Symbol bedeckt
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt