Finnland holt Gold bei der Eishockey-A-Weltmeisterschaft 2026 – und stürzt Titelfavorit Schweiz in ein ganz tiefes Tal der Tränen! Zum dritten Mal in Folge hatten es die Eidgenossen ins Endspiel um den Titel geschafft und zum dritten Mal gingen sie am Ende als Verlierer vom Eis. Und das auch noch bei der Heim-Weltmeisterschaft im eigenen Land ...
Das Warten auf den ersten Titel bei einer Weltmeisterschaft geht für die Schweizer also weiter – wegen eines Gegentreffers in der 71. Minute, also tief in der Overtime. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie schoss Konsta Helenius die Finnen zu ihrem fünften Gold bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Die Schweiz verlor nach 2013, 2018, 2024 und 2025 auch das fünfte Finale, das dritte in Folge.
10.000 Fans im Eistempel in Zürich-Altstetten und viele Tausend im ganzen Land standen bereit, um endlich den ersten Weltmeisterschafts-Titel der Geschichte zu feiern. Vor zwei Jahren in Prag war der K.-o.-Schlag in der 50. Minute gekommen, vor einem Jahr in Stockholm in der 63. und diesmal zerstörte Helenius von den Buffalo Sabres alle Träume. Die im Turnier bis dahin so souveränen Schweizer müssen sich einzig vorwerfen lassen, dass sie nun schon im dritten Jahr in Folge im Endspiel kein Tor zustande brachten
Die Schweizer wirkten etwas gehemmt, das war vor allem im ersten Drittel evident. Da fand das Team von Jan Cadieux offensiv praktisch nicht statt. In der 14. Minute traf der Finne Mikko Lehtonen mit einem Knaller nur die Latte, wenig später jubelten die Skandinavier zu früh, weil Anton Lundells vermeintlicher Führungstreffer wegen eines zu hohen Stocks zurecht aberkannt wurde.
Stange und Latte in der Verlängerung
Im Mitteldrittel kamen die Gastgeber in fast zwei Minuten doppelter Überzahl zu keiner echten Torchance. Danach steigerten sie sich aber, konnten Torhüter Justus Annunen von den Nashville Predators aber nicht bezwingen. In der Verlängerung sprang zunächst ein Schuss des Finnen Jesse Puljujärvi von der Innenstange zurück, auf der anderen Seite landete ein Schuss von Damien Riat an der Latte.
Am Ende bleibt den Schweizern einmal mehr nur die tiefe Enttäuschung. Nach den verlorenen Endspielen 2013 und 2018 (gegen Schweden), 2024 (gegen Tschechien) und 2025 (gegen die USA) bleibt zum fünften Mal nur Silber – und fast jedes Mal war es eine knappe Entscheidung.
Das Ergebnis:
Schweiz – Finnland 0:1 n.V. (0:0, 0:0,0:0, 0:1)
Tor: Helenius (71.)
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