Der Deal ist einfach: Abo zahlen, die druckfrische Zeitung erhalten. Täglich. Darauf muss Verlass sein! Zwei Auslieferer berichten über den Reiz, der den Job ausmacht.
An erster Stelle in der „Krone“-Kette werden immer unsere treuen Leser stehen. Faktum! Weiters gibt es Redaktion, Druckerei, Vertrieb. Und natürlich jene Menschen, die den Abonnenten die aktuelle Ausgabe in den Postkasten stecken. Zuverlässig müssen sie sein. Weil: Bezahlen schafft schließlich Recht. Ist es nicht so?
Ich stelle die Zeitungen seit 31 Jahren zu, 25 davon parallel zum Fulltime-Job. Als Pensionist will ich in Bewegung bleiben.
Leo Cech (70) aus Hirm
„Es gab nicht einen Tag, an dem ich die Zeitung nicht ausgeliefert hätte“, sagt Leo Cech, der seit 1995 für die Ortschaften Krensdorf und Hirm zuständig ist. „Egal, ob Regen oder Schnee. Ich habe immer einen Weg gefunden.“ Bis 64 war Cech bei einem Unternehmen im Schichtdienst tätig, Arbeitszeit: 6 bis 14 Uhr. „Um 2 Uhr hat das Handy geläutet. Die Zeitungen sind im Lkw unterwegs!“ Raus aus den Federn, nach Krensdorf fahren und diesen Ort sowie die Heimatgemeinde Hirm mit 160 Exemplaren beliefern. „Um 5.30 Uhr war ich fertig, hab daheim einen Kaffee getrunken und bin arbeiten gegangen. Es war eine Art Gehaltsaufbesserung.“ Und jetzt, seit sechs Jahren in Pension? „Nichts machen, ist keine Option. Ich brauche unbedingt Bewegung.“
Einmal bin ich beim Liefern auf dem E-Dreiradler mit einem Reh kollidiert. Da kam es notgedrungen zu Verzögerungen. Sonst nie!
Christian Brückler (59) aus Kohfidisch
Christian Brückler suchte sich die selbstständige Tätigkeit des Zustellers erst nach der Pensionierung aus. Der 59-Jährige ist zuständig für Koh- und Kirchfidisch, Harmisch und Mischendorf. Täglich fährt er nächtens 350 Haushalte an. „Kranksein gibt’s nicht.“ Und kommt was dazwischen? „Dann gibt es bestimmt Lösungen.“
Apropos Gehaltsaufbesserung: „Wir machen mehrwöchige Urlaube in Thailand“, sagt Cech. Seine Frau sitzt daneben und nickt. Ob man dem 70-Jährigen diese Berufung nicht ausreden könne? „Dem nicht!“, sagt sie. Beide schmunzeln verschmitzt.
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