„Es ist bezeichnend“

Marcels Geschichte löst großes Mitgefühl aus

Niederösterreich
31.05.2026 21:30
Porträt von Kronen Zeitung
Von Kronen Zeitung

Von tiefem Mitgefühl bis Wut auf den Staat reichen die Reaktionen auf die Geschichte eines unfassbaren Martyriums.

„Liebe Ärzteschaft, liebe Politik! Lest den Artikel und lasst euch etwas einfallen, dass Marcel noch so viel Lebensqualität bekommt, dass es für ihn lebenswert ist“, appelliert ein User auf krone.at an die Verantwortlichen. „Man möchte Marcel einfach nur drücken“, schreibt eine andere Userin.

Die Geschichte über einen nicht einmal 40-jährigen Niederösterreicher, der seit 13 Jahren im Rollstuhl sitzt und am Gesundheitssystem verzweifelt ist, hat ein großes Echo ausgelöst.

Tenor in den Kommentaren: Warum wird Cannabis für medizinische Zwecke in Österreich nicht freigegeben? „Es ist bezeichnend, dass unsere Regierungs- und Parlamentsparteien sich hier nicht um entsprechende Gesetzesänderungen kümmern!“

Marcel (Name von der Redaktion geändert) konnte seine extremen Schmerzen nach einem Arbeitsunfall vor 13 Jahren nur mit der Cannabisblüte lindern, deren Gebrauch in Österreich verboten ist. Da sich sein Gesundheitszustand enorm verschlechtert hat, traf er für sich die Entscheidung für einen begleiteten Suizid.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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