Jetzt spricht Nachbar:

„Der Meinungsforscher hält sich an keine Regeln“

Oberösterreich
08.04.2026 12:00

Nach der Polizei-Razzia am Anwesen des bekannten Meinungsforschers Werner Beutelmeyer am Linzer Gründberg erklärt nun jener Ex-Kripobeamte, der durch eine Anzeige den Fall ins Rollen gebracht hatte, wie es aus seiner Sicht dazu kommen konnte.

Für viele Linzer ist der Gründberg ein beliebtes Naherholungsgebiet, das bei schönem Wetter von Wanderern und Radfahreren gern genutzt wird. Dass dort seit Jahren auch ein erbitterter Nachbarschaftsstreit stattfindet, haben Ausflügler nicht mitbekommen. 

Erst nachdem am Osterwochenende auf dem Areal des bekannten Meinungsforschers Werner Beutelmeyer (66) ein Polizeieinsatz stattgefunden hat, bei dem 19 Schusswaffen und etwa 1000 Patronen beschlagnahmt worden waren, weiß auch eine breitere Öffentlichkeit, dass am Gründberg nicht alles paradiesisch ist. 

Verletzung der Ruhezeiten
„Der Herr Beutelmeyer liegt seit mehr als zehn Jahren mit mehreren Nachbarn im Clinch, weil er sich nicht an die allgemeingültigen Regeln hält. Wir anderen haben alle ein gutes Einvernehmen, nur er verursacht Streit“, sagt jener 69-jährige Ex-Kripobeamte, der mit einer Anzeige den aktuellen Polizeieinsatz ausgelöst hatte.

Der Meinungsforscher sei uneinsichtig, behaupte, dass er als Jäger, Bauer und Forstwirt auch zu Zeiten Säge- und Traktorarbeiten sowie Schießübungen durchführen dürfe, an denen für andere die Ruhezeit gelte. „Er hat den Beinamen Little Trump, startet Motor- oder Kreissägen etwa schon um 6 Uhr früh genauso wie an Sonntagen und macht vieles davon ausgerechnet an der Grundgrenze, obwohl sein Areal 40 Hektar groß ist. Doch wir sind hier auch ein Wohngebiet“, erklärt der Nachbar.

Polizei-Razzia
Polizei-Razzia(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

Auch sei schon mehrfach vorgekommen, dass Beutelmeyer auf dem Weg, der von den Grundanrainern instand gehalten werde, ausgerechnet nach dessen Sanierung mit seinem Traktor Baumstämme gezogen habe. 

Auch drei Minderjährige schießen
Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar aber, dass der Meinungsforscher immer wieder auf seinem Anwesen herumschießen würde. „Aber nicht nur er, sondern auch seine beiden minderjährigen Söhne und auch ein fremdes minderjähriges Kind feuern aus etwa 200 Metern Entfernung mit Langwaffen auf Zielscheiben. Das ist dann nicht nur ein Höllenlärm, sondern auch gefährlich“, so der Ex-Kripobeamte, der deshalb von anderen Nachbarn vor einem Jahr um Hilfe gebeten worden sei und die Vorfälle seither dokumentiert.

Gefährliche Situation an Grundgrenze
„Ich hab‘ Beweise auf Fotos, Filmen und Tonaufnahmen gesammelt und diese den Behörden vorgelegt“, so der 69-Jährige. Besonders brisant sei jüngst ein Vorfall gewesen, als Beutelmeyer an der Grundgrenze auf einen Steinhügel geballert habe. „Das ist nur etwa zehn Meter von meinem Parkplatz entfernt gewesen, die Sicherheitsvorkehrungen waren gleich null. Die Gefahr, dass mich ein Abpraller erwischt, war groß. Mir sind beruflich dreimal Kugeln um die Ohren geflogen, ich kenne das Gefühl.“

Er habe deshalb Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit erstattet – der Vorfall sei auch gefilmt worden. Die Waffenabnahme und der Entzug der Waffenkarte eine Folge davon. „Wenn er das jetzt noch einmal macht, dann gibt es einen Cobra-Einsatz“, betont der Nachbar. Wie berichtet, bestreitet der Meinungsforscher aber, gegen Gesetze verstoßen zu haben und fühlt sich als Opfer einer Intrige.

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