Die US-Luftwaffe hat am Freitag im Iran-Krieg schmerzhafte Rückschläge hinnehmen müssen. Gleich zwei Kampfjets stürzten ab, mindestens einen davon hatte der Iran abgeschossen. Ein Besatzungsmitglied wird noch vermisst – und US-Präsident Trump ist in Erklärungsnot.
Donald Trump und sein Team hatten zuletzt vermittelt, dass der Iran im Luftraum keine Bedrohung mehr für die USA darstelle. Die Vorfälle am Freitag sind für den US-Präsidenten deshalb besonders heikel: Im Süden des Irans wurde ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15E abgeschossen, später verunglückte ein US-Jet vom Typ A-10.
Was wir bisher wissen und was jetzt passieren könnte:
Maschine F-15E
Maschine A-10
Trump in Erklärungsnot
Zur Suche des US-Waffenoffiziers im Iran hielt sich Trump bisher ziemlich bedeckt. Auf die Frage der britischen Zeitung „The Independent“, was er tun würde, falls das vermisste Crew-Mitglied der F-15E von Iranern gefangen genommen oder verletzt werden sollte, antwortete Trump: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“
Sollten die Iraner den US-Offizier allerdings zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für die dortige Führung, sagte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House. Teheran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Staatsnahe Sender im Iran haben dazu aufgerufen, den Mann lebend zu fassen. Im Iran wurde von Kopfgeldern in Höhe von umgerechnet bis zu rund 87.000 Euro berichtet.
Zwei mögliche Szenarien
Experte Hamidreza Azizi kann sich zwei Szenarien vorstellen, die passieren könnten, falls der Iran den Waffenoffizier in die Finger kriegen sollte. Diese beschrieb der Experte für iranische Sicherheitsfragen am German Institute for International and Security Affairs der „New York Times“ so:
Waffenoffizier „seit anderthalb Tagen auf der Flucht“
Die Rettungsaktion im Iran sei „sehr gefährlich und komplex“, erklärte Bryan Stern, Veteran der US-Spezialeinheiten, dem Sender CNN. Es sei aber sehr wichtig, den Waffenoffizier möglichst schnell zu finden, fügte er hinzu. Der Vermisste sei „seit anderthalb Tagen auf der Flucht, was eine sehr lange Zeit ist, wenn man hinter den feindlichen Linien in den Bergen aktiv verfolgt wird, nur bregenzte Kommunikationsmöglichkeiten hat und möglicherweise auch verletzt ist“, verdeutlichte Stern den Ernst der Lage.
Bei der Rettungsaktion sollen neben der A-10 noch zwei an der Aktion beteiligte Black-Hawk-Hubschrauber vom Iran beschossen worden sein, wie die Zeitung „Washington Post“ unter Berufung auf US-Beamte schreibt. Besatzungsmitglieder seien dabei verletzt worden, beide Hubschrauber seien aber sicher zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt.
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