Wegen Raubes mussten sich am Mittwoch am Landesgericht Linz zwei Angeklagte (22, 19) verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, auf besonders brutale Art Geld aus einem Drogengeschäft eingetrieben zu haben. Sie wurden zu einer teilbedingten Haft verurteilt.
Mitten im kältesten Jänner seit Jahren wollten zwei junge Männer in Linz Geld aus einem Drogengeschäft eintreiben und waren dabei alles andere als zimperlich. Das Duo zwang sein Opfer am 6. Jänner unter Verwendung einer Pistole – es wurde ein Warnschuss abgegeben –, sein Handy, eine Sonnenbrille und die Wohnungsschlüssel herauszurücken.
Opfer getreten und geschlagen
Doch damit nicht genug: Danach hielten die Schuldeneintreiber ihrem Opfer die Waffe an den Kopf und forderten es auf, zu einem abgelegenen Bach mitzukommen. Dort wurde der Schuldner zuerst mit Schlägen und Tritten malträtiert, bevor er sich nackt ausziehen und ins eiskalte Wasser legen musste.
Würgemale und Wunden
Das Ganze wurde von den Angeklagten gefilmt. Als der Richter den Schöffen das Video vorspielte, war im Saal zu hören, wie die Schuldeneintreiber meinten, dass ihnen egal sei, ob ihr Opfer die Folter überlebt. Am Ende kam der junge Mann mit Würgemalen, Hämatomen, Beulen und Wunden im Gesicht davon.
21 Monate Haft
Am Landesgericht Linz mussten sich die beiden Angeklagten am Mittwoch wegen Raubes verantworten. Da ihnen kein Bereicherungsvorsatz nachgewiesen werden konnte, wurden sie wegen schwerer Nötigung verurteilt. Beide fassten 21 Monate aus, sieben davon unbedingt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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