Kriegsende im Iran

Trump: Ohne Deal wird „ganze Zivilisation sterben“

Außenpolitik
07.04.2026 14:24
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Von krone.at

Die Eskalation im Iran-Krieg nimmt kein Ende: Nun hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass „heute Nacht die ganze Zivilisation sterben“ werde, sollte es keinen Deal geben. Der Republikaner hat dem Iran eine Frist bis Mittwoch, 2 Uhr MESZ, gesetzt, um die Straße von Hormuz wieder freizugeben.

Andernfalls will er Brücken und Kraftwerke im Iran zerstören lassen. Nun hat Trump gesagt, dass es auch ein Abkommen geben müsse, um den Krieg zu beenden. „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen und nie wieder zurückkehren. Ich möchte nicht, dass das geschieht, aber es wird wahrscheinlich so kommen“, postete der US-Politiker auf seiner Plattform Truth Social. Zudem äußerte er die Hoffnung auf einen Umsturz durch die iranische Bevölkerung. „Jetzt, da wir einen vollständigen und totalen Regimewechsel haben, bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe den Ton angeben, kann vielleicht etwas revolutionär Wunderbares geschehen – wer weiß“, schrieb Trump weiter.

Man habe der Protestbewegung im Iran Waffen geben wollen, doch diese seien in den falschen Händen gelandet. Laut dem Sender Fox News meinte er damit kurdische Kräfte.

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Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen und nie wieder zurückkehren. Ich möchte nicht, dass das geschieht.

US-Präsident Donald Trump auf Truth Social

Wie berichtet, hatten die Revolutionsgarden, die im Iran das Sagen haben, zuvor mit Angriffen außerhalb der Golfregion gedroht, sollten die USA rote Linien überschreiten. Bisher lehnt der Iran eine Feuerpause ab, sowohl eine vorübergehende als auch eine dauerhafte. Um überhaupt mit den Vereinigten Staaten zu verhandeln, müssten einige Bedingungen erfüllt werden. Ein hochrangiger iranischer Vertreter nannte die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran damit gedroht, dass die „ganze Zivilisation sterben“ ...
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran damit gedroht, dass die „ganze Zivilisation sterben“ werde.(Bild: AP/Mark Schiefelbein)

Gebühren für Straße von Hormuz
Zur Straße von Hormuz hieß es, dass es Gebühren für die Durchfahrt geben solle. Die Höhe solle von der Art des Schiffs, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA gibt es insgesamt zehn Punkte, die Teheran für ein dauerhaftes Friedensabkommen fordert. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück. Eine Einigung ist somit nicht in Sicht.

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hatte es am Montag geheißen, man habe beiden Seiten einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe vorgelegt. Die Vereinigten Staaten hätten darauf bestanden, dass der Iran die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormuz öffnen müsse. Diese Bedingung habe Teheran zurückgewiesen.

Die gesperrte Straße von Hormuz ist einer der wichtigen Streitpunkte:

Die Infografik zeigt die Bedeutung der Straße von Hormuz als wichtige Frachtroute mit zahlreichen Öl- und Gasfeldern, Raffinerien und Pipelines in der Region. Das Balkendiagramm darunter stellt die täglichen Schiffspassagen von Februar bis April dar. Nach Kriegsbeginn Anfang März kommt der Schiffsverkehr durch die Meerenge zum Erliegen. Quelle: Port Watch.
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Angriffe gehen auf beiden Seiten weiter
Die Attacken sind unterdessen auf beiden Seiten weitergegangen. Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet, darunter die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke und Luftangriffe auf mehrere Autobahnen. Das US-Militär griff militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg an. Die Revolutionsgarden drohten mit Vergeltung in Israel.

Dort wurden am Dienstag Einschläge in Tel Aviv gemeldet. Berichte zu Verletzten gab es nicht. Die Hafenstadt Eilat soll gar mit Streumunition angegriffen worden sein. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. Israel und die USA führen seit dem 28. Februar gemeinsam Krieg gegen den Iran. Das iranische Heer reagiert mit ständigen Raketenangriffen auf Israel sowie Länder der Region, wie Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien.

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