Welle der Solidarität

„Ich habe niemals mit Schießübungen gefährdet“

Oberösterreich
07.04.2026 18:00

Hat der prominente Jäger und Meinungsforscher Werner Beutelmeyer bei Schießübungen auf seinem eigenen Anwesen Anrainer gefährdet? Fest steht, dass bei dem bekannten Linzer 19 Schusswaffen und tausend Patronen bei einer Razzia beschlagnahmt wurden. Sein Umfeld soll mit „viel Unterstützung“ reagieren.

Es war einer der großen Aufreger am Osterwochenende: Der bekannte Linzer Meinungsforscher Werner Beutelmeyer (66) hatte, wie von der „Krone“ zuerst berichtet, am Donnerstag frühmorgens unerwarteten „Besuch“ von sieben Elitepolizisten bekommen, die sein Anwesen am Linzer Gründberg durchsuchten und insgesamt 19 Schusswaffen sowie tausend Patronen beschlagnahmten.

Beutelmeyer wird vorgeworfen, bei Schussübungen mit seinen zwei Söhnen auf seinem insgesamt 40 Hektar großen Anwesen Passanten gefährdet zu haben.

Kein Vorwurf an Einsatzkräfte
Seither erlebt der Meinungsforscher laut eigenen Angaben „eine Welle der Unterstützung und der Solidarität“. Menschen wie Christoph Leitl und andere Prominente hätten sich bei ihm gemeldet und sich nach ihm erkundigt. Den Einsatzkräften selbst mache er übrigens keine Vorwürfe: „Die Polizei hat bei ihrem Einsatz völlig korrekt gehandelt.“

Mit Nachbarn im Dauer-Clinch
Anders sieht es freilich bei den mutmaßlichen Anstiftern aus. Beutelmeyer vermutet, dass es sich um Nachbarn handelt, mit denen er seit 2018 im Dauer-Clinch liegt. Am 14. Mai 2019 seien die beiden Männer und eine Frau beim Landesverwaltungsgericht mit ihrer Beschwerde gegen zwei Bauvorhaben von Beutelmeyer abgeblitzt. Seither gab es insgesamt vier „Runden“ zu solchen Themen.

Vielzahl von Fotos und Videos angefertigt
Bei einem besonders lästigen Nachbarn soll es sich noch dazu um einen ehemaligen Kriminalbeamten handeln, der sich in den Jägersmann Beutelmeyer quasi verbissen habe. Der pensionierte Kieberer soll, so vermutet Beutelmeyer, als Zaungast permanent ins Nachbargrundstück gekiebitzt und laut Medienberichten eine Vielzahl von Fotos sowie Videos angefertigt haben.

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Ich hab‘ niemals mit Schießübungen die Öffentlichkeit gefährdet. Bei mir sind Mountainbiker unterwegs, ich hab‘ für Wanderer eine Bank aufgestellt.

Werner Beutelmeyer

Für Beutelmeyer grenzt das geradezu an Stalking: „Er schaut angeblich ständig mit dem Ferngucker zu uns herüber.“ Seine Schießübungen seien für die Öffentlichkeit niemals gefährlich gewesen – im Gegenteil: „Bei meinem Anwesen sind Tausende Mountainbiker unterwegs, ich hab‘ sogar extra ein Bankerl für Wanderer aufgestellt.“

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