Luftangriffe dauern an

Revolutionsgarden melden Tod von Geheimdienstchef

Außenpolitik
06.04.2026 10:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem US-israelischen Angriff gemeldet. Majid Khademi sei „im Morgengrauen“ getötet worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag mit. Bei Khademi handelt es sich um einen der hochrangigsten iranischen Militärs. Unterdessen setzten die USA und Israel ihre Luftangriffe im Iran in der Nacht auf Montag fort.

Bei einem Bombardement südwestlich von Teheran starben mindestens 19 Menschen, in der Stadt Qom im Zentrum des Landes fünf. Unter den Opfern seien auch sechs Kinder gewesen. Die staatlich kontrollierten Medien im Iran – wie die Nachrichtenagenturen Fars oder Mehr – beriefen sich in ihren Berichten auf Rettungsdienste. Die Bergungsarbeiten dauerten ihnen zufolge in den frühen Morgenstunden noch an.

Weitere Universität bombardiert
In Teheran wurde iranischen Angaben zufolge eine weitere Hochschule bombardiert. Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sei ein Gebäude der Sharif-Universität getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden.

An der Sharif-Universität hatte es immer wieder Protestveranstaltungen für und gegen das ...
An der Sharif-Universität hatte es immer wieder Protestveranstaltungen für und gegen das iranische Regime sowie den Krieg gegeben.(Bild: AFP/-)
Kriegspropaganda in Teheran mit Revolutionsgardisten
Kriegspropaganda in Teheran mit Revolutionsgardisten(Bild: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)

  Irans Erstem Vizepräsidenten Mohammad Reza Aref zufolge kamen bei der Attacke bunkerbrechende Bomben zum Einsatz. Dies sei ein „Symbol für den Wahnsinn und die Unwissenheit“ von US-Präsident Donald Trump. „Er versteht nicht, dass das Wissen Irans nicht im Beton liegt“, zitierten ihn iranische Medien. „Der eigentliche Schutzwall ist der Wille unserer Professoren.“

Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Montag früh (Ortszeit) setzte der Iran nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition ein. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handle sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.

  Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete „ynet“. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht.

„Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“

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