Ostermesse und Segen
Papst predigt: „Der Tod ist immer auf der Lauer“
Papst Leo XIV. hat am Sonntag die erste Ostermesse seiner Amtszeit gefeiert. Zahlreiche Gläubige versammelten sich auf dem Petersplatz in Rom, um die Predigt zu hören. Darin rief der Pontifex trotz Gewalt und Übergriffen auf die Schwächsten zu Hoffnung auf.
„Es stimmt, dass es oft so scheint, als gäbe es Gott nicht: Wir sehen Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit, die nicht abnehmen. Aber ebenso sicher ist, dass mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues zu wachsen beginnt, das früher oder später Frucht bringt, denn Ostern schenkt uns diese Hoffnung und erinnert uns daran, dass in Christus, dem Auferstandenen, jeden Tag eine neue Schöpfung möglich ist“, sagte Leo XIV. zu den Gläubigen.
Die Abgründe des Todes lauerten überall, sagte er gleichzeitig aber. „Der Tod ist immer auf der Lauer. Wir sehen ihn in den Ungerechtigkeiten, im Egoismus, in der Unterdrückung der Armen, in der mangelnden Aufmerksamkeit gegenüber den Schwächsten“, führte der US-Amerikaner aus. Auch über die Kriege auf der Welt und die „Ergötzung des Profits, die die Ressourcen der Erde ausplündert“ sprach er.
An die Gewalt dürfe man sich nicht gewöhnen, gegenüber dem Tod Tausender Menschen nicht gleichgültig sein. „Wie viel Todeswillen sehen wir jeden Tag in den vielen Konflikten in den verschiedenen Teilen der Welt“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er lud die Gläubigen dazu ein, an einer Gebetswache für den Frieden am kommenden Samstag, 11. April, auf dem Petersplatz teilzunehmen.
Messe auch am Samstag
Leo XIV. feierte seine erste Ostermesse als Papst bei strahlendem Sonnenschein. Um 12 Uhr folgten der Papstsegen „Urbi et orbi“ und Ostergrüße in verschiedenen Sprachen, darunter Arabisch, Deutsch und Polnisch. Mehrere Zehntausend Menschen waren erwartet worden. Der Auftritt wurde in mehreren Ländern live übertragen. Bereits Samstagnacht hatte der Pontifex eine Messe gefeiert und die Christinnen und Christen dazu aufgerufen, allen die frohe Botschaft zu bringen, dass Jesus auferstanden ist. Mit seiner Kraft könnten sie eine neue Welt des Friedens und der Einheit gestalten.
Der 70-jährige Leo XIV. hatte sich in den vergangenen Tagen traditioneller gezeigt als sein Vorgänger Franziskus. So wusch er etwa zwölf Priestern in Rom am Gründonnerstag in Erinnerung an das letzte Abendmahl die Füße. Franziskus war zu diesem Anlass ins Gefängnis gegangen und hatte Häftlingen die Füße gewaschen.
Weltweit gibt es 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken.











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