Osterfeiern in Rom

Taufen und die Rückkehr vieler Papst-Traditionen

Ausland
04.04.2026 23:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit Papst Leo XIV. kehren zahlreiche Traditionen rund um die Ostertage zurück, die aufgrund des gesundheitlichen Zustandes seines Vorgängers jahrelang ausgelassen wurden. Der Höhepunkt für den 70-Jährigen: die Messe mit Tausenden Gläubigen am Petersplatz.

Ostern bildet den Höhepunkt des Kirchenjahres. Und heuer ist es außerdem die Premiere von Papst Leo XIV. Im Vorjahr spendete noch Franziskus den Ostersegen, bevor er am Ostermontag verstarb. In seinem ersten Papstjahr ließ sich der 70-Jährige nichts entgehen.

Am Gründonnerstag wusch er zwölf Priestern die Füße. Das Ritual erinnert an die Demutsgeste Jesu, der seinen zwölf Jüngern vor dem letzten Abendmahl die Füße wusch. Die Chrisammesse zelebrierte er im Petersdom mit Priestern aus Rom. Am Karfreitag trug das Oberhaupt der katholischen Kirche das Kreuz selbst und absolvierte so den Kreuzweg am Kolosseum.

Einzug des Papstes in einem Meer an Kerzen
Am Samstagabend feierten die Priester eine mehrstündige Feier zur Osternacht im Petersdom. Die Liturgie begann im Atrium der Vatikan-Basilika mit der Weihe des Osterfeuers, mit dem dann die Osterkerze entzündet wurde. Beim Einzug in den noch dunklen Petersdom wurden dann zum Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi) die Kerzen der Priester und dann die aller Gläubigen entflammt. Sie symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird.

Premiere am Petersplatz
Am Ostersonntag findet schließlich die zentrale Feier statt: Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz feiert der Papst die Auferstehung Christi. Im Anschluss richtet der Pontifex seine Osterbotschaft an die Welt. Darin geht es nicht nur um den Glauben, sondern auch um die großen Krisen unserer Zeit – von Kriegen über Armut bis hin zu gesellschaftlichen Spannungen. Den Abschluss bildet der traditionelle Segen „Urbi et Orbi“, den der Papst von der Loggia des Petersdoms spendet.

Auch Ostermontag steht im Zeichen der Freude, fällt aber schlicht aus. In Italien als „Pasquetta“ bekannt, ist es ein Tag der Begegnung und des Innehaltens. Im Vatikan spricht der Papst zu Mittag das Regina-Caeli-Gebet – ein Ostergebet, das an die Stelle des Angelus tritt.

Mit diesem Ritual endet die Osterzeit jedoch nicht. Im Kirchenjahr geschieht das erst 50 Tage später – am Pfingstsonntag.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt